Derbysieg für die Bismarcker

Mohammed El Hamdaouj (4.v.l.) wird von seinen Kameraden nach dem Treffer zum 3:0 von Westfalia 04 gegen die SSV Buer umjubelt.
Mohammed El Hamdaouj (4.v.l.) wird von seinen Kameraden nach dem Treffer zum 3:0 von Westfalia 04 gegen die SSV Buer umjubelt.
Foto: Michael Korte
Westfalia 04 feierte eine weitere Premiere. Mit dem 3:0 gegen die SSV Buer gelang einer A-Junioren-Mannschaft des traditionsreichen Klubs aus Bismarck erstmals ein Derbysieg im überkreislichen Nachwuchsfußball.

Bismarck..  Westfalia 04 feierte eine weitere Premiere. Mit dem 3:0 gegen die SSV Buer gelang einer A-Junioren-Mannschaft des traditionsreichen Klubs aus Bismarck erstmals ein Derbysieg im überkreislichen Nachwuchsfußball. Aber nicht nur deshalb geriet Trainer Stefan Janßen ins Schwärmen. „Ein Hammer-Spiel“, jubelte er nach dem überzeugenden Auftritt seines Teams, das in der Bezirksliga auf den vierten Platz vorrückte.

Seine Blau-Weißen präsentierten sich auf dem Ascheplatz am Trinenkamp vor allem in der ersten Halbzeit in bestechender Form. „Das 2:0 zur Pause war noch geschmeichelt für unseren Gast aus Buer“, meinte Stefan Janßen. Jannik Lobe erzielte mit einem Schuss aus 25 Metern in den Winkel das frühe 1:0 (6.). Stefan Ruta legte nervenstark das 2:0 nach (38.). Buers Trainer Ümit Eren rümpfte nach beiden Treffern die Nase. „Wir haben zwei Abseitstore kassiert. Leider hat es der Schiedsrichter nicht auch so gesehen“, so seine Auffassung.

Die Bueraner versuchten, in der zweiten Hälfte die Wende zu schaffen. Aber es gelang ihnen nicht, obwohl sie fortan optisch mehr vom Spiel hatten. Sie deuteten ihre Qualitäten an, aber was die körperliche Robustheit anging, zeigte Westfalia 04 den im Schnitt jüngeren Rothosen klar die Grenzen auf.

Zudem zog Stefan Janßen die Lehren aus dem letzten Auswärtsspiel beim TuS Heven, das trotz einer dreimaligen Führung mit 3:5 verloren ging. Er verstärkte die Defensive, rührte Beton an und sorgte somit dafür, dass hinten nichts mehr anbrannte. Trotzdem reichte es nach einem Konter noch zu einem weiteren Treffer, und zwar durch Mohamed El Hamdaoui, der für den 3:0-Endstand sorgte (84.).

„Das war Einbahnstraßenfußball nach der Pause, nachdem wir die erste Halbzeit total verschlafen hatten“, meinte Ümit Eren. „Aber ich glaube, wir hätten noch sieben Stunden weiterspielen können, ohne einen Treffer zu erzielen. Wir haben in der Woche vor dem Derby auf Asche trainiert, aber leider hat auch das nichts gebracht.“

Sein Team liegt zwar immer noch auf einem scheinbar beruhigenden sechsten Tabellenplatz, aber der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt nur drei Punkte. „Es wird immer enger“, räumt der Coach der SSV ein. „Wir wollen zwar ständig den Abstand nach unten vergrößern, aber es gelingt uns einfach nicht.“

Dass die SSV Buer ernsthaft in Abstiegsgefahr geraten könnte, glaubt zumindest Stefan Janßen von Westfalia 04 nicht. „Kompliment an meinen Kollegen Ümit Eren. „Er hat eine technisch gute Mannschaft zusammen“, meinte er. „Er braucht sich um die Zukunft keine Sorgen zu machen.“

Er selbst genoss diesen Tag und den Abschluss eines für ihn grandiosen Monats, in dem er zum Trainer des Jahres in Duisburg gewählt wurde. Auch seine zweite fußballerische Liebe, die ebenfalls von Stefan Janßen trainierte Oberliga-Mannschaft des VfB Homberg, trug mit dazu bei, dass der Höhenflug des 45-Jährigen auch nicht am vergangenen Wochenende endete. Sie erreichte im Meisterschaftsspiel gegen TV Jahn Hiesfeld immerhin ein 1:1.

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