Den Boden richtig lesen

Boule : 28. Gelsenkirchener Stadtgartenturnier am Montag, 20.05.2013 im Stadtgarten an der Zeppelinallee in Gelsenkirchen. Im Bild (vl) Philipp & Bernd aus Witten und Kamel Bourouba (Düsseldorf Surplace) & William Riga (Capri Lüttich). (Bourouba und Riga waren die Turniersieger im letzten Jahr) Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool
Boule : 28. Gelsenkirchener Stadtgartenturnier am Montag, 20.05.2013 im Stadtgarten an der Zeppelinallee in Gelsenkirchen. Im Bild (vl) Philipp & Bernd aus Witten und Kamel Bourouba (Düsseldorf Surplace) & William Riga (Capri Lüttich). (Bourouba und Riga waren die Turniersieger im letzten Jahr) Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool
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28. Gelsenkirchener Stadtgartenturnier: Das Wetter meint es nicht gut mit dem Boules Club Buer. Nur 62 Zweierteams kommen Pfingstmontag nach Gelsenkirchen

Altstadt.  Der Pfingstmontag ist bei vielen Freunden des französischen Nationalsports Pétanque fett markiert. Jedes Jahr – und das nun schon zum 28. Mal – geht es für sie nach Gelsenkirchen zum traditionellen Stadtgartenturnier des Boules Club Buer.

Der emsige Gastgeber aber hatte in diesem Jahr keinen guten Vertrag mit Petrus in der Tasche. Dieser schickte in regelmäßigen Abständen Regen über den Stadtgarten, die Sonne kam erst am Nachmittag. Und so verirrten sich nur 62 Zweiermannschaften zur wunderschönen Baumallee an der Konzertmuschel. Nach dem Vorjahresrekord von 154 Teams war das nun leider auch ein Negativrekord.

Zahlreiche Hochkaräter am Start

Doch unter den 124 Startern waren auch in diesem Jahr einige Hochkaräter dabei. Einige machten sich von den Deutschen Meisterschaften Doublette tags zuvor im hessischen Trom gleich auf zum nächsten Doublette-Turnier in Gelsenkirchen. „Unser Ambiente zieht doch an“, sagte Gabriele Hochheim, die zweite Vorsitzende des Boules Club Buer. „Zudem geht es ja auch bei uns um wichtige Ranglistenpunkte.“ Wie schon in den vergangenen Jahren zählt das Turnier zum bundesweiten Grand Prix d’Allemagne.

Nach der morgendlichen Einschreibung ging es für die Akteure mit zwei Vorrundenspielen los. Ein Team mit zwei Siegen qualifizierte sich für das anschließende A-Turnier mit 16 Mannschaften. Es gab aber nach der Vorrunde auch noch B-, C- und D-Turniere für Teams mit mindestens einer Niederlage. Wer in diesen vier Turnieren mit einer Niederlage startete, musste aber nicht automatisch wieder die Kugeln einpacken. Es gab noch ein E-Turnier, quasi eine Trostrunde. Erst bei einer Niederlage ab dem Viertelfinale war dann wirklich Schluss.

Dass aber nicht unbedingt die Besten auch im A-Turnier vertreten sein mussten, zeigte die Serie, die die Gewinner des B-Turniers hinlegten: Jeweils 13:0 im Achtel- und Viertelfinale, 13:1 im Halbfinale und erneut 13:0 im Finale – Magrid Khoufache und Gerd Helmerich vom Klub für Kugelsport Münster waren eine Klasse für sich.

Im A-Turnier sah es lange Zeit nach einem Sieg der Titelverteidiger aus. William Riga von Capri Liege aus Belgien und Kamel Bourouba vom Boule- und Pétanquesportverein Düsseldorf sur place kamen bis ins Endspiel. Dort mussten sie sich aber dem Duo Robert Meuwissen/ Marc Hengelsbergh aus Belgien mit 8:13 geschlagen geben. Nach dem mit 13:7 gewonnenen Viertelfinale sagte Kamel Bourouba noch: „Das war leicht. Ich wusste, dass wir das Spiel gewinnen.“

Den Grund wusste Gabriele Hochheim. „Die beiden haben den Boden richtig gelesen“, sagte sie. Was nicht einfach war bei diesem abschüssigen, mit Moos, Stöckchen und Blättern übersäten Untergrund. Die Titelverteidiger führten gegen ein Duo aus Essen-Kettwig mit 10:7, als sie mit drei Punkten den Sack zumachten. Kamel Bourouba: „Es sieht heute wieder gut aus.“ Aber dieses Mal nur bis zum Finale.

 
 

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