Das Ziel ist die Endrunde

Stefan Andres
Die Nummer eins des BSV Buer-Bülse: Torsten Krebs. Foto: Cornelia Fischer
Die Nummer eins des BSV Buer-Bülse: Torsten Krebs. Foto: Cornelia Fischer
Foto: Cornelia Fischer

Scholven. Mit einem deutlich veränderten Team startet der BSV Buer-Bülse am Wochenende in die Saison der Luftgewehr-Bundesliga. Für die Bülser ist es die 14. Saison, sie sind der Dauerbrenner der 1997 gegründeten Klasse. Dreimal wurden sie in dieser Zeit auch Deutscher Meister, der letzte Titelgewinn liegt allerdings auch schon fünf Jahre zurück.

Um an diese Zeit anknüpfen zu können, hat sich der BSV Buer-Bülse mit seinem Vorsitzenden Klaus Lindner an der Spitze vorgenommen, sein Bundesliga-Team zu verjüngen. „Wir haben jetzt den ersten Schritt vorgenommen“, sagt er. Jüngste Schützin der Bülser ist nun die Finnin Tiia Törmälä, die in der kommenden Woche ihren 20. Geburtstag feiern wird. Sie wechselte vom Bundesligakonkurrenten SG Hamm nach Bülse, ebenso wie Constanze Rotzsch (29) und Enrico Friedemann (35), der neben Holger Dietrich zum Trainerteam gehört. Con­stanze Rotzsch und Enrico Friedemann, der im Notfall für den BSV schießen könnte, sind nicht nur ein Paar, sie sind wie Bülses Urgestein Maik Eckhardt (40), der seit dem Bundesliga-Start 1997 für den BSV schießt, auch Olympische Kaderschützen des Deutschen Schützenbundes.

Nicht mehr im Kader des DSB, aber immer noch eine Klasse für sich ist Torsten Krebs (37). Er führt das Aufgebot des BSV Buer-Bülse an den ersten beiden Wettkämpfen am 9. und 10. Oktober in Hamm an. Hinter Tiia Törmälä, Maik Eckhardt und Con­stanze Rotzsch wird Fabian Niesmann an der fünften Bülser Position schießen.

Zum Bundesliga-Kader des BSV Buer-Bülse gehören aber auch noch zwei alte Bekannte. Nadine Kuhlmann (30) wird erst am zweiten Wettkampf-Wochenende dabei sein, der Slowake Jozef Gönci (36) wird in der kommenden Woche Vater und steht auch nicht zur Verfügung. Zudem haben die Bülser die erste Israeli in der Bundesliga verpflichtet. Bei der Weltmeisterschaft im Sommer in München hatte Chen Tal (23) Kontakt zu Klaus Lindner aufgenommen, und so wird sie nach einem Test am 17. Oktober in der Regionalliga-Mannschaft auch im Bundesliga-Team eingesetzt.

Am ersten Wettkampf-Wochenende sind am Samstag die KKS Nordstemmen (17 Uhr) und am Sonntag Gastgeber SG Hamm (11.30 Uhr) die Gegner des BSV. Pikant dürfte das Duell mit Hamm werden, kamen doch vor Tiia Törmälä, Constanze Rotzsch und Enrico Friedemann auch Fabian Niesmann und Laurence Brize aus Hamm. „Das wird knistern. Da ist Salz in der Suppe“, sagt Klaus Lindner. Die Französin ist allerdings nicht mehr bei den Bülsern, sie war als Ausländerin nicht stark genug.

Gegen die beiden ersten Gegner rechnet sich Klaus Lindner schon etwas aus. „Am ersten Wochenende ist aber alles ein reines Glücksspiel. Die letzten Bundesligakämpfe sind acht, neun Monate her“, sagt er. „Die Trainingsleistungen waren aber sehr gut.“ ABC Münster und St. Hubertus Elsen zählt der BSV-Chef zu den Favoriten in der Nord-Bundesliga. „Wir sind aber gut aufgestellt. Uns sehe ich unter den ersten Vier. Wir wollen nach zwei Jahren Abstinenz wieder ins Bundesliga-Finale“, sagt Klaus Lindner. Am 5. und 6. Februar 2011 findet dieses in Paderborn statt.