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Neu im Ju-Jutsu-Bundeskader: Julian Stonjek und Julia Nüßen vom Budo-Sport-Club Bushido-Ryu haben gut lachen.
Neu im Ju-Jutsu-Bundeskader: Julian Stonjek und Julia Nüßen vom Budo-Sport-Club Bushido-Ryu haben gut lachen.
Foto: BSC
Mit Julia Nüßen und Julian Stonjek hat der BSC Bushido-Ryu zwei Kämpfer im Bundeskader. Sie freuen sich auf die neue Herausforderung. Für die anderen Kämpfer des Budo-Sport-Clubs Bushido-Ryu begann der Start in die neue Wettkampfsaison mit dem Lippe-Cup.

Gelsenkirchen..  Vor wenigen Tagen begann beim Budo-Sport-Club Bushido-Ryu der Start in die Wettkampfsaison. Mit einem Team von 13 Aktiven machte sich Trainer Chris Oczylok auf den Weg nach Ostwestfalen. Zwei waren dieses Mal nicht dabei, und doch sind sie nicht nur beim Erler Klub in aller Munde.

Julia Nüßen und Julian Stonjek gehören dem Bundeskader des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes an. Julia Nüßen gehört seit diesem Jahr zum B-Kader und kämpft in der Klasse bis 70 Kilogramm, Julian Stonjek zählt zum U21-Kader in der Disziplin Ne-Waza und kämpft in der Klasse bis 94 Kilogramm. Für beide ist eigentlich immer Saison. Neben Wettkämpfen und Lehrgängen zählt fast tägliches Training zu ihrem Programm.

Beide begannen vor vier Jahren mit diesem Sport. Julia Nüßen stand nach zwei Jahren schon im Landeskader, die 21-Jährige sagt aber: „Der Bundeskader wird eine Herausforderung werden, aber ich freue mich darauf.“ Sie schwärmt für ihren Sport. „Jiu-Jitsu ist eine großartige Kampfsportart. Sie ist so vielfältig und facettenreich, wie keine oder kaum eine andere Sportart es ist. Es fehlt nie an Abwechslung. Es gibt immer neue Techniken, Technikvarianten und -kombinationen und immer neue Situationen, aus denen man lernen kann.“

Julian Stonjek ist erst 18 Jahre alt. Er ist im Ne-Waza oder gleichartigen Brazilian Jiu-Jitsu zuhause. „Es geht darum, seinen Gegner beispielsweise mit einem Wurf auf den Boden zu befördern, ihn dort zu kontrollieren und ihn möglichst mit einer Würge- oder Hebeltechnik zur Aufgabe zu bringen“, sagt der angehende Abiturient. Er lernte den Sport vor vier Jahren bei einem Schüleraustausch in Brasilien kennen und trainiert seitdem beim Bushido-Ryu. „Das Training erfordert viel Disziplin und Durchhaltevermögen, jedoch gibt es kein besseres Gefühl, als Bestätigung im Rahmen von Turniererfolgen zu erhalten“, sagt Julian Stonjek.

Nach den von Bushido-Ryu ausgerichteten German Open wurde er vom Bundestrainer zum Kaderlehrgang eingeladen. Seine Aufmerksamkeit liegt derzeit auf der Jugend-Weltmeisterschaft, die Mitte März in Athen stattfinden wird.

Von einer WM-Teilnahme, oder sogar Weltmeister werden wie 2011 Thorsten Frank in der U18, sind die Erler Kämpfer, die beim Lippe-Cup dabei waren, noch weit entfernt. Und dennoch glänzten auch sie in Lemgo. Alle Athleten sicherten sich eine Platzierung unter den besten Vier.

Sieger wurden René Haendel, Luke Hartmann, Fabian Kampkötter, Justin Klein sowie Julia Kampkötter. Zweiter wurde das Duo Tom Gruner/ Tom Kaminski. Auf den dritten Platz kamen Patrick Gramonisch, Felix Lürmann, Daniel Paulsen sowie das Duo Leonie Ruhl/ Vivian Waschke. Den vierten Platz belegte Hendrik Bloemkolk. Was aber Trainer Chris Oczylok viel wichtiger war: „Alle Sportler gingen gänzlich ohne Blessur aus dem Wettkampf.“

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