Buer-Bülse mit dem letzten Schuss in die Bundesliga

So sehen Sieger aus! Die Schützen sowie Betreuer, Trainer und Fans des BSV Buer-Bülse bejubeln den Aufstieg in die 1. Bundesliga.
So sehen Sieger aus! Die Schützen sowie Betreuer, Trainer und Fans des BSV Buer-Bülse bejubeln den Aufstieg in die 1. Bundesliga.
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So ein Finale hatte sich der BSV Buer-Bülse in der 2. Luftgewehr-Bundesliga bestimmt nicht vorgestellt. Erst mit dem letzten Schuss sicherten sich die Bülser den Sieg gegen die SG Hamm II und die Rückkehr in die 1. Bundesliga.

Scholven..  So ein Finale hatte sich der BSV Buer-Bülse in der 2. Luftgewehr-Bundesliga bestimmt nicht vorgestellt. Erst mit dem letzten Schuss sicherten sich die Bülser den Sieg gegen die SG Hamm II und die Rückkehr in die 1. Bundesliga.

Der Tag in der Aula der ehemaligen Hauptschule an der Mehringstraße begann nicht gut für die gastgebenden Bülser. Sie verloren gegen die SSG Kevelaer II mit 2:3. Alle fünf Bülser Schützen kamen am Ende jeweils auf 388 Ringe. Doch es reichte nur zu zwei Siegen von Jessica Mulder und Anna-Lena Krallmann (jeweils 388:382). Dominik Stader, Lisa Tüchter und Michaela Huck mussten sich geschlagen geben.

Der Traum von Meisterschaft und Aufstieg war in weite Ferne gerückt. Doch dann passierte es. Beim Parallelwettkampf in Wissen verlor der SV Deiringsen mit 2:3 gegen Hüttenthal und an der Mehringstraße unterlag Kevelaer dem SSV Baunatal mit 1:4. Plötzlich hatte der BSV Buer-Bülse es wieder selbst in der Hand. Im letzten Wettkampf gegen Hamm musste nur ein Sieg her – egal wie. Dann hätte Bülse bei Punktgleichheit mit Kevelaer und Deiringsen aufgrund der besseren Einzelpunkte die Nase vorn.

Die Anspannung war den Schützen anzumerken, aber auch bei den Fans, Trainern und Betreuern. Nach 15 Minuten Einschießen hatten die Schützen dann 50 Minuten Zeit für ihre 40 Wertungsschüsse. Und diese 50 Minuten hatten es wahrlich in sich. Auf der Anzeigetafel änderte sich ständig das Ergebnis. Ein blauer Punkt bei den Schützen bedeutet verloren, ein gelber gewonnen. Da die Ergebnisse aller zehn Schützen vom Computer immer auf 40 Schüsse hochgerechnet wurde, änderte sich oft die Farbe des Punktes.

Und in den ersten Minuten des Kampfes gegen Hamm sah es für den BSV Buer-Bülse wahrlich nicht gut aus. Zu viele blaue Punkte waren bei den Bülsern zu sehen. Dominik Stader an Position eins war als Erster fertig. Er verlor allerdings mit 388:390. Dann beendete Michaela Huck ihren Wettkampf mit einer 98er-Serie und 389 Ringen, sie musste aber ebenso auf ihre Gegnerin warten wie auch die Niederländerin Jessica Mulder, die kurz danach mit einer 99er-Serie und 388 Ringen abschloss.

Doch dann kamen bei den Bülsern immer mehr gelbe Punkte hinzu. Jessica Mulder durfte sich über einen 388:385-Sieg ebenso freuen wie auch Michaela Huck über einen klaren 389:369-Erfolg. Doch Lisa Tüchter musste sich geschlagen geben: 381:385. So war es dann Anna-Lena Krallmann vorbehalten, mit einer Neun im letzten Schuss und einer 99er-Serie einen 383:382-Sieg zu feiern und ihrem Team mit einem 3:2 die Meisterschaft und den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu sichern.

„Wir sind glücklich, dass die Liga uns wiederhat“, sagte Klaus Lindner, der Vorsitzende des BSV Buer-Bülse, der nach dem spannenden Wettkampf aber auch ehrlich zugab:. „Ich habe eher mit einem glatten 5:0 oder 4:1 gerechnet.“ Doch am Ende war alles egal, alle lagen sich in den Armen, es wurde gejubelt und gesungen und, als die Aula wieder aufgeräumt war, wurde in den Vereinsräumen des BSV Buer-Bülse noch ein wenig weitergefeiert.

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