Bernhard Trares ist ein heißer Favorit

Dass der zum Ende dieser Fußball-Saison auslaufende Vertrag mit Michael Boris, dem Trainer der zweiten Mannschaft, nicht verlängert wird, hat der FC Schalke 04 der Öffentlichkeit über seine Medien bislang noch nicht mitgeteilt. Aber dennoch macht man sich in Reihen der Königsblauen natürlich intensiv Gedanken darüber, wer ab Juli die Nachfolge antreten soll. Die Frage, die derzeit diskutiert wird, lautet: Soll es jemand werden, der den Schalker Stallgeruch hat oder soll es ein Fremder werden?

Bernhard Peters, der frühere Coach der deutschen Hockey-Nationalmannschaft und einstiger Wunschkandidat von Jürgen Klinsmann für das Amt des DFB-Sportdirektors, wird es jedenfalls nicht. „Unser neuer Trainer sollte aus dem Fußball-Bereich kommen“, sagt Bodo Menze, der Manager der zweiten Mannschaft, mit einem leichten Schmunzeln auf seinen Wangen, wenn man ihn nach einem Anforderungsprofil fragt. Etwas ernster fügt er hinzu: „Er sollte eine gewisse Erfahrung mitbringen.“

Einen allzu großen Einfluss auf die Auswahl des Nachfolgers von Michael Boris dürfte Bodo Menze allerdings nicht haben. Die Fäden wird wohl Schalkes Sportdirektor Horst Heldt in den Händen halten. Deshalb werden den früheren Schalkern Olaf Thon (derzeit VfB Hüls), Rüdiger Abramczik (zuletzt Metalurgs Liepaja in Lettland) und Hannes Bongartz (zuletzt Skoda Xanthi in Griechenland) weniger Chancen eingeräumt. Und auch Pavel Dotchev (zuletzt SV Sandhausen) wird es wohl nicht werden, obwohl er vor einer Woche zu einem Gespräch mit Felix Magath erschienen war.

Die besten Karten scheint Bernhard Trares zu haben. Der 45-Jährige bringt als ehemaliger Bundesliga-Spieler und auch als Trainer jede Menge Erfahrung mit. In den 90er Jahren kickte er gemeinsam mit Horst Heldt für 1860 München, als Trainer ist er seit November für den FSV Frankfurt II in der Regionalliga Süd tätig. Bernhard Trares ist im Besitz der Fußball-Lehrer- und UEFA-Pro-Lizenz.

 
 

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