Auf eigenen Tanzbeinen

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Gelsenkirchen.. Die Gold Flames Cheerleader läuten eine neue Ära ein. Ab dem 1. Oktober stehen sie auf eigenen Beinen. „Es gilt in den nächsten Tagen noch ein paar bürokratische Angelegenheiten zu regeln, am Samstag sind wir aber auf jeden Fall geschäftsfähig“, sagt Janice Körnig, die 1. Vorsitzende des Vereins.

2007 kamen die Cheerleader vom Essener Footballverein „Assindia Cardinals“ nach Gelsenkirchen, schlossen sich den „Gelsenkirchen Devils“ an. Die Anfeuerung, der „Support“ der Football-Spieler bei den Heimspielen war ein Pflichttermin. Der Großteil der Mitglieder hat im Laufe der Zeit allerdings das Interesse an American Football verloren, setzte andere sportliche Schwerpunkte. „Wir wollten auch als Sportler ernst genommen werden. Unsere Haupttätigkeit sind nämlich nicht die Footballspiele. Sie besteht darin, dass wir uns auf nationalen und internationalen Meisterschaften mit anderen Cheerleadern messen und dort erfolgreich sind. Das hat der Footballverein anders gesehen. Da gab es Interessenkonflikte“, erklärt Körnig.

Die Vorsitzende weist aber daraufhin, dass sich die Cheerleader-Abteilung Ende Juli nicht im Streit von den Gelsenkirchen Devils getrennt hat. Sollte es der Terminplan zulassen, werden die Gold Flames auch weiterhin bei einigen Footballspielen der Devils präsent sein, die Mannschaft unterstützen. Der Kontakt sei nicht abgerissen. Mit dem Unterschied, dass die Footballspiele fortan keine Verpflichtung mehr sind. „Man muss das ja auch mal so sehen“, sagt Körnig. „Zu den Spielen der Devils kommen vielleicht 100 Zuschauer, die wir mittlerweile fast alle persönlich und mit Namen kennen. Das ist nicht böse gemeint. Aber unsere Cheerleader brauchen Publikum, sie wollen sich präsentieren. Je mehr desto besser.“

Gerade jetzt sind die Gold Flames natürlich auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Gerade in der Anfangszeit. Ohnehin sei die Beteiligung in den ersten Wochen nach den Sommerferien immer etwas geringer als vor den Wettbewerben und Meisterschaften. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Weder nach unten, noch nach oben. „Wer sich fit fühlt, kann gerne zu uns kommen“, sagt Körnig.

„Man sollte nur schon mal getanzt und ein gutes Rhythmusgefühl haben. Das Wichtigste ist aber der Spaß am Cheerleading“, erklärt Körnig und ergänzt: „Man darf kein Typ Mauerblümchen sein. Unsere Cheerleader stehen meistens in kurzem Rock vor einer Masse von Menschen. Da gehört schon ganz schön Mut zu.“

Einzelkämpfer würden sowieso rasch merken, dass sie beim Cheerleading fehl am Platz sind. Körnig vergleicht das mit einer Fußballmannschaft: „Die Positionen sind festgelegt, jeder hat seine Aufgabe zu erfüllen.“

Cheerleading sei ein Mix aus Tanz, Akrobatik und Bodenturnen. „Es werden Stunts gemacht. Man wird schon mal zweieinhalb Meter durch die Luft gewirbelt.“ Die Gold Flames bieten aber auch „Cheerdance“ an: die abgeschwächte Form des Cheerleading.

Die Gold Flames haben derzeit fünf Mannschaften, die nach dem Alter der Sportler getrennt sind. Die jüngsten Mitglieder sind vier Jahre alt. Das Training wird von Fachpersonal übernommen, die die Kinder ihres Alters entsprechend trainieren. „Da die Ausrüstung der Cheerleader sehr teuer ist, sind wir nicht nur auf der Suche nach Mitgliedern sondern auch immer auf der Suche nach Sponsoren. Wir verrechnen das dann gerne mit Auftritten“, sagt Körnig. Weitere Infos über die Gold Flames gibt es im Internet auf www.gold-flames.de oder bei Janice Körnig unter 0151-16661410.

 
 

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