Tusem will gegen Neuhausen nachlegen

Erwartet kein leichtes Unterfangen:Tusem-Trainer Mark Dragunski.
Erwartet kein leichtes Unterfangen:Tusem-Trainer Mark Dragunski.
Foto: WAZ FotoPool
Gäste spielen meist mit einer ungewohnten 3-2-1-Deckung.

Nach den drei Punkten aus der Englischen Woche will Handball-Zweitligist Tusem am Freitagabend unbedingt nachlegen. Zu Gast im Sportpark am Hallo ist der TV Neuhausen (Anwurf 19.30 Uhr).

„Das wird kein leichtes Unterfangen“, weiß Mark Dragunski, was auf ihn und sein Team zukommen wird. Dabei wartet der TV Neuhausen mit einer Seltenheit auf die Essener: Die Gäste praktizieren meist eine 3-2-1-Deckung, die sonst nur noch selten in der 2. Bundesliga anzutreffen ist. Eine Abwehrformation, die den Gegner zu schnellen Abschlüssen zwingen will. „Und genau da haben wir im Training angesetzt. Gegen eine solche Abwehr ergeben sich oft nur scheinbar gute Möglichkeiten. Darauf dürfen wir nicht reinfallen, sondern müssen mit Geduld versuchen, die Deckung in Bewegung zu bringen“, erklärt Mark Dragunski. Im Hinspiel, das Essen 21:25 verlor, gelang das nur bedingt. Lange hielt der Tusem mit, leistete sich in der Schlussphase aber eben jene Patzer, vor denen Dragunski warnt. „In unseren letzten beiden Spielen haben wir aber meist Geduld bewiesen. Und ich glaube auch, dass wir uns gegenüber dem Hinspiel weiterentwickelt haben.“ Auch die Personallage beim Tusem hat sich weiterentwickelt. Joshua Schlüter wird wieder zur Verfügung stehen und auch Dennis Szczesny ist wieder voll einsatzfähig. Im Hinspiel saß der Rückraumspieler auf der Bank – wegen einer Verletzung war er aber als Offizieller auf dem Spielbericht eingetragen.

Für Neuhausen ist es das vierte Auswärtsspiel in Folge: in Hildesheim gab es ein 33:32-Sieg, in Großwallstadt ein 29:29 und in Rimpar eine 21:25-Niederlage. „Vor diesem Viererpack haben wir uns vier Punkte zum Ziel gesetzt“, erklärt Neuhausens Torjäger Cornelius Maas auf der Homepage des Vereins. Maas bildet mit Ralf Bader und Ferdinand Michalik das starke Rückraum-Trio der Gäste, das sehr gut mit dem jeweiligen Kreisläufer – Daniel Reusch oder Rémi Leventoux – harmoniert.

Mit einem Remis am Hallo wäre der TVN danach also im Soll. Da wird und muss der Tusem etwas gegen haben – zumal vor eigenem Publikum. Kein leichtes Unterfangen hin oder her – Mark Dragunski weiß, welche Bedeutung ein Sieg gegen Neuhausen hat: „Jetzt kommt die Phase der Saison, in der wir den Grundstein für den Klassenerhalt legen können – und wollen.“

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