Spaßfußball mit Linda Dallmann

SGS Essen
1899 Hoffenheim 5:1 (1:1)

SGS: Weiß – Ioannidou, Martini, Janssen, Klasen – Mann, Mester, Doorsoun, Dierkes (82. Wolf) – Dallmann – Hartmann (87. Gier). Zuschauer: 912.

Tore: 0:1 Dongus (8.), 1:1 Janssen (12.), 2:1 Hartmann (53.), 3:1 Hartmann (74.), 4:1 Doorsoun (82.), 5:1 Hartmann (85.).

Die SGS Essen baut ihre Erfolgsserie in der Frauenfußball-Bundesliga weiter aus: Angeführt von einer überragenden Linda Dallmann und der Dreifach-Torschützin Charline Hartmann schlägt Schönebeck Aufsteiger Hoffenheim mit 5:1. Es war der dritte Sieg in Folge – bei 16:1 Toren. In der Tabelle liegt die Elf von Trainer Markus Högner nun einen Platz hinter Triple-Sieger VfL Wolfsburg auf Rang fünf. Es könnte schlechter laufen.

„Wir mussten für diesen Erfolg wieder hart arbeiten“, erklärte Högner. Vor allem zu Beginn der Partie agierte die SGS schlafmützig, wurde aber nach acht Minuten von den Gästen geweckt: Essens Vanessa Martini vertändelte den Ball gegen Iwabuchi, die bediente Dongus und SGS-Torfrau Lisa Weiß hatte das Nachsehen. 0:1. Und beinahe wäre es ein Doppelschlag geworden, aber Betz verfehlte mit ihrem Flachschuss das lange Eck.

Nur mühsam konnte die SGS Druck aufbauen. Im Zentrum schafften die Gäste oft Überzahlsituationen und überraschten damit die SGS. Die aber hatte Glück, dass sie nach einer Ecke durch einen abgefälschten Schuss von Dominique Janssen rasch ausgleichen konnte.

Immer besser bekam die SGS in der Folge das Zentrum unter Kontrolle. Sara Doorsoun und Ina Mester gewannen die wichtigen Zweikämpfe und konnten so die doch offensichtlichen Defensivschwächen der SGS etwas kaschieren. „Wir konnten unseren Plan, mit kurzen Pässen die freien Räume zu bespielen, immer besser umsetzen“, bemerkte Högner. Aber trotz einiger guter Ansätze entwickelte die SGS bis zum Pausenpfiff kaum Torgefahr.

In der zweiten Hälfte wurde die SGS zielstrebiger. Auch weil sie nun die Freiräume auf den Außenbahnen ausnutzte. Und wieder war es die erste sich bietende Chance, die die Essenerinnen nutzten. Doorsoun ging links durch und legte ab für Hartmann, die ihre Torjägerqualitäten nicht zum letzten Mal zeigte. Auch wenn sie wenig später alleine vor Gäste-Torfrau Alisa Vetterlein noch scheiterte.

Vor allem Linda Dallmann wirbelte die 1899-Defensive völlig durcheinander und hatte neben etlichen Dribblings auch stets das Auge für die Mitspielerinnen. Das 3:1 aber fiel ohne ihre Beteiligung: Diesmal sezierten Ina Mester und Natalia Mann die Abwehr, Hartmann vollstreckte. Beim 4:1 durch Doorsoun und dem 5:1 durch erneut Hartmann war Dallmann dann aber direkt beteiligt.

„Die Nummer zehn von Essen ist mit die beste Spielerin, die ich bisher in der Bundesliga gesehen habe“, lobte Gäste-Trainer Jürgen Ehrmann. Und die TSG hatte es schon mit Wolfsburg und Potsdam zu tun.

 
 

EURE FAVORITEN