SGS verliert 1:2 gegen Bayern und muss nun nach Jena

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Zuschauerrekord im Stadion Essen: 1734 Zuschauer wollten den Vergleich des Frauenfußball-Bundesligisten SGS Essen mit dem FC Bayern München sehen. Die Kulisse ist bisher einzigartig für die Essenerinnen an der Hafenstraße. Sportlich stand unter dem Strich eine 1:2-Niederlage.

SGS Essen -
FC Bayern München 1:2 (1:2)

SGS: Weiß – Klasen, Martini, Ostermeier (85. Gier), Freutel (31. Mann) – Mester, Janssen (46. Wolf) – Ioannidou, Dallmann, Doursoun – Hartmann.

Tore: 0:1 Brooks (6.), 1:1 Ioannidou (20.), 1:2 Hagen (21.).

Die SGS hat den Zuschauerrekord geknackt: Nie zuvor haben die Bundesliga-Fußballerinnen an der Hafenstraße vor mehr als 1500 Fans gespielt. Gegen den FC Bayern kamen nun sogar 1734. Die überwiegende Teil aber dürfte unzufrieden wieder nach Hause gegangen. Denn die Leistung der Schönebeckerinnen war wenig begeisternd. Mit 1:2 unterlag die SGS dem deutlich reiferen Spiel des FCB. Und das Ergebnis hätte durchaus höher ausfallen können.

Defensiver aufgestellt

„Bayern war uns von der ersten Minute an überlegen“, musste SGS-Trainer Markus Högner anerkennen. Im Vergleich zum Pokalspiel gegen Potsdam hatte er sein Team defensiver aufgestellt. Doch der Plan war nach sechs Minuten hinfällig: Brooks war nach einer Ecke per Kopf zur Stelle. Dass der Ball am unbesetzten langen Pfosten über die Linie hoppelte, passte zur Abwehrleistung der SGS. Nach vorne lief über die gesamte Partie auch nicht viel.Statt eines organisierten Spielaufbaus, wie es der FCB vormachte, wurde der Ball immer wieder lang auf Charline Hartmann geschlagen.

Erneuter Rückstand im Gegenzug

Nach 20 Minuten holte die immerhin einen Freistoß heraus. Und der brachte das 1:1, den Irini Ioannidou nutzte das schlechte Stellungsspiel von FCB-Torfrau Längert aus. Aber der Jubel war noch nicht verhallt, da freute sich auf der Gegenseite Münchens Hagen, die eine erneute Fehlerkette der halben Essener Mannschaft ausnutzte. Hagen, Feiersinger und Schnaderbeck verpassten es, in der zweiten Hälfte die Entscheidung zu besorgen.

Stattdessen hätte die SGS beinahe die Chance zum Ausgleich bekommen. Wenn Schiedsrichterin Riem Hussein nach dem Zweikampf zwischen Essens Linda Dallmann und Leonie Maier Strafstoß gepfiffen hätte. „Es war trotzdem eine verdiente Niederlage. Vielleicht war der Substanzverlust nach dem Pokalspiel bei uns zu groß“, meinte Högner. Am Sonntag (14 Uhr) allerdings müssen die Akkus schon wieder aufgeladen sein, dann geht es zum USV Jena.

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