SGS: Nervös, angespannt und glücklich

Isabelle Wolf (l.) und  Jaqueline Klasen Michael Gohl / WAZ FotoPool
Isabelle Wolf (l.) und Jaqueline Klasen Michael Gohl / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Nervös, etwas angespannt, aber vor allem eines: glücklich. So saßen Isabelle Wolf (16) und Jacqueline Klasen (17) da, als ihnen Manager Willi Wißing den bis dato wichtigsten Vertrag in ihrem Fußballerinnen-Leben überreichte.

Aber die Unterschrift hatte nur noch formellen Charakter: Für die SG Schönebeck entschieden hatten sich die beiden Talente schon längst. Sie nehmen die Herausforderung an und wagen zur kommenden Saison den großen Sprung vom Regionalligisten Lütgendortmund zum Essener Erstligisten.

„Die Freude, diese Chance zu bekommen, ist riesig“, meint Klasen, die über einen Essener Scout das Interesse von Trainer Markus Högner geweckt hatte und nun im defensiven Mittelfeld den etablierten Kräften einheizen soll.

Mehr Bedenkzeit benötigte die 1,79 Meter große Stürmerin Wolf, die sich schon vor einiger Zeit in einem Testspiel zwischen Lütgendortmund und der SGS ins Blickfeld gespielt hatte. „Ich tue mich bei solchen Entscheidung schwer, weil ich sehr vereinsgebunden bin.“

Der Reiz, bald den Stars des deutschen Frauenfußballs gegenüber zu stehen, überwog letztlich. Die meisten kennen die Schülerinnen bisher nur vom Namen. Gleiches gilt auch für ihre zukünftigen Teamkolleginnen.

Und das wird vorerst so bleiben, denn Klasen und Wolf kämpfen mit Lütgendortmund noch gegen den Abstieg aus der Regionalliga. Beim Bundesliga-Cup am Samstag bei Bad Neuenahr (14.30) werden sie daher nicht zur Verfügung stehen. Aber für den kommenden Mittwoch hat Högner ein erstes Aufeinandertreffen mit der Mannschaft organisiert.

Der Leistungssprung in die Eliteliga ist natürlich gewaltig. Aber Jessica Bade und Ina Mester haben vor zwei Jahren gezeigt, dass es nicht unmöglich ist, dort Fuß zu fassen. Högner traut es Klasen und Wolf zu. Den richtigen Weg hat Wolf bereits erkannt: „Erst will ich mich beweisen, spielen und dann so viele Tore wie möglich schießen.“ Die Messlatte liegt nicht allzu hoch: Mit vier Treffern war Kyra Malinowski in der abgelaufenen Saison Essens beste Stürmerin.

 
 

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