SGS mit dem Punktgewinn in Jena zufrieden

USV Jena -
SGS Essen 1:1 (1:0)

SGS: Weiß – Ioannidou, Martini, Janssen, Klasen (46. Hochstein) – Gier (88. Feldkamp), Gidion, Lehmann, Meissner (77. Wolf) – Hartmann, Schüller.
Tore: 1:0 Schiewe (27.), 1:1 Lehmann (49.).

Auf den ersten Sieg in Jena muss Frauenfußball-Bundesligist SGS Essen zwar weiterhin warten, aber mit der Punkteteilung beim 1:1 in Thüringen kann Trainer Markus Högner sehr gut leben. „Ich bin absolut zufrieden. Wir haben gegen einen guten Gegner einen Punkt geholt“, resümiert er. Mit 19 Zählern liegen die Essenerinnen weiter auf einem hervorragenden fünften Platz. Ein Pünktchen noch - und auch Högner wird seine letzten Zweifel am Klassenerhalt verlieren.

Dabei stand die Partie in der Universitätsstadt schon vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern: In Sara Doorsoun und Linda Dallmann fielen zwei Leistungsträgerinnen grippekrank aus und konnten gar nicht erst mitfahren. Kurzfristig musste auch noch Sarah Freutel passen. Entsprechend benötigte die SGS etwas Anlauf, um ins Spiel zu finden. Torfrau Lisa Weiß aber war von Beginn hellwach und verhinderte in der ersten Minute mit einem tollen Reflex den Rückstand.

Jena blieb dominant. „Der Druck wurde immer größer. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Tor fällt“, meinte Högner. Nach knapp einer halben Stunde war es soweit: Eine flache Hereingabe vom rechten Flügel setzte Jenas Innenverteidigerin Schiewe in die Maschen. Es war hochverdient. Doch es war eben nur ein Tor. Und das egalisierte die SGS nach dem Seitenwechsel wie aus heiterem Himmel: Ina Lehmann zog nach einer Ecke ab. Es stand 1:1.

Jena war geschockt. Es entwickelte ein offener Schlagabtausch. Charline Hartmann vergab fünf Minuten vor dem Ende die wohl beste Chance zum Sieg und sah zu allem Überfluss auch noch ihre fünfte gelbe Karte. Gegen Herford ist die Stürmerin damit am kommenden Sonntag gesperrt. Und doch wäre in Jena fast noch ein Last-Minute-Sieg für die SGS herausgesprungen. Allerdings strich der Distanzschuss der eingewechselten Jana Feldkamp knapp am Pfosten vorbei.

„Aber das wäre vielleicht auch zu viel des Guten gewesen“, erkannte Trainer Högner. Denn auf der Gegenseite hatte auch SGS-Torfrau Weiß immer wieder beide Hände voll zu tun.

 
 

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