SGS Essen zwischen Lockerheit und Anspannung

Vom Bundesadler-Dress zurück ins SGS-Trikot: Jana Feldkamp (rechts).
Vom Bundesadler-Dress zurück ins SGS-Trikot: Jana Feldkamp (rechts).
Foto: Bongarts/Getty Images
Auch wenn der Klassenerhalt nach Erreichen der 20-Punkte-Marke wohl gesichert ist, wollen die Essenerinnen auch in Leverkusen nicht nachlassen.

Den richtigen Mix aus Lockerheit und Anspannung – den erwartet Trainer Markus Högner in der Restrunde der Frauenfußball-Bundesliga von seinen Spielerinnen. Das oberste Ziel hat die SGS Essen erreicht: Die magische 20-Punkte-Marke haben die Schönebeckerinnen mit dem 2:0-Sieg über Herford durchbrochen. Auch wenn Mathematiker vielleicht den Finger heben, praktisch ist der Klassenerhalt sicher.

„Wir wollen uns trotzdem in den verbleibenden sechs Spielen gut präsentieren und so viele Punkte wie möglich holen“, meint Högner. Am besten schon drei am Sonntag (14 Uhr) bei Bayer Leverkusen. Auf Ergebnisfußball will sich der Trainer deshalb aber nicht beschränken. Entwickeln möchte er seine Mannschaft. Und aus diesem Grund kündigte er schon vor Wochen an, das eine oder andere ausprobieren zu wollen. Begonnen hat er damit zuletzt bereits gegen Herford.

Defensiv agierte die SGS mit einer Dreierkette mit Jacqueline Klasen in der Mitte, Vanessa Martini links und Dominique Janssen rechts. „Das hat schon ganz gut funktioniert“, erklärt Högner. Auch Margarita Gidion machte auf der ungewohnten Position im defensiven Mittelfeld eine gute Figur. Da Sara Doorsoun gegen Leverkusen mit Grippe ausfällt, dürfte die Nationalspielerin wohl auch nach der Rückkehr vom Algarve Cup in der Zentrale gesetzt sein.

Auf Jana Feldkamp angesprochen, reagiert Högner eher zurückhaltend. Gegen Herford feierte die 16-Jährige ein starkes Heimdebüt und krönte ihre Leistung mit dem ersten Bundesliga-Tor. Unter der Woche lief Feldkamp sogar als Kapitänin der deutschen U17 im Länderspiel gegen die Niederlande auf. „Wir wollen sie jetzt nicht verheizen“, warnt der Trainer. „Aber wenn man so spielt wie sie zuletzt, dann hat man einen Platz in der Mannschaft verdient.“

 
 

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