Schwimmen: SGE macht ihr Meisterstück

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Foto: WAZ FotoPool
Die Startgemeinschaft Essen hat ihr Meisterstück gemacht und das Double gewonnen. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaft en (DMS) im Dortmunder Südbad gewannen sowohl die Frauen als auch die Männer den Titel.

Die Startgemeinschaft Essen hat ihr Meisterstück gemacht und das Double gewonnen. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaft en (DMS) im Dortmunder Südbad holten sowohl die Frauen als auch die Männer den Titel. Das Essener Frauen-Team ist damit im fünften Jahr in Folge die Nummer eins in Deutschland. Die Männer waren im Vorjahr noch knapp im Titelrennen gescheitert und Vizemeister geworden. „Die beiden Titel heute beweisen einmal mehr, dass wir auch in der Leistungsspitze breit aufgestellt sind“, sagte der SGE-Vorsitzende Bernhard Gemlau stolz.

Zu zittern brauchte er im Bundesliga-Finale allerdings nicht. Schon in der Vorrunde vor einer Woche im Leistungszentrum Rüttenscheid hatten beide Essener Teams die Grundlagen gelegt. Die Männer führten vor der Entscheidung mit 1681 Punkten vor Würzburg. Unter normalen Umständen konnte da überhaupt nichts mehr passieren. Die Frauen wiederum lagen mit 553 Zählern vor dem vermeintlichen Favoriten Halle. Und waren vorsichtig. Schließlich schwimmt beim Verfolger SV Halle die Ausnahmeathletin Britta Steffen.

Doch die Entscheidung war früh gefallen. Der Verfolger setzte im ersten Abschnitt ganz auf seine Asse. Auch Steffen hatte gleich vier Starts. Doch mehr als 30 Punkte konnte man nicht auf die SGE gutmachen.

Die Schwimmer der SGE spulten zunächst konzentriert ihr Pensum ab und konnten es am Ende locker angehen lassen. Marius Kusch und Hendrik Feldwehr erlaubten sich sogar den Jux, die Lagen zu tauschen. Feldwehr schwamm 50-m- Schmetterling, Kusch die 200-m-Brust. Feldwehr hatte zuvor mit 27,9 Sekunden über 50-m-Brust eine starke Zeit hingelegt.

Natürlich musste auch Stützpunkt-Trainer Henning Lambertz nach der Siegerehrung unter die Dusche, bevor der Essener Tross zur Meisterfeier in ein Dortmunder Restaurant weiterzog. „Vor allem, weil ich bald bei der SGE vom Beckenrand zurücktrete, freut mich dieses Double besonders“, sagte Lambertz, der bald seinen Dienst als Chef-Bundestrainer antreten wird. „Sonst hieß es bei uns immer: alles für den Klub, alles für das Team. Diesmal kam auch alles für Coach hinzu.“
SGE-Frauen: Dorothea Brandt, Caroline Ruhnau, Isabelle Härle, Melanie Tombers, Michelle Lambert, Paulina Schmiedel, Kathrin Demler, Lisa Höpink.
SGE-Männer: Hendrik Feldwehr, Christian vom Lehn, Marius Kusch, Ensar Hajder, Jan Konopka, Erik Steinhagen, Jan-David Schepers, Steffen Hillmer, Thomas Rueter,Metin Aydin.