RWE: Heimbilanz bleibt makellos

Rolf Hantel
Vincent Wagner (l. RWE) und Thomas Tomanek (B.-Gladbach).Michael Gohl / WAZ FotoPool
Vincent Wagner (l. RWE) und Thomas Tomanek (B.-Gladbach).Michael Gohl / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Rot-Weiß
- Berg.-Gladbach 3:1 (2:1)

Drittes Spiel, dritter Sieg. Vor eigener Kulisse haben sich die Rot-Weißen in der relativ jungen NRW-Liga-Saison noch keine Blöße gegeben. Und doch waren die Gastgeber diesmal längst nicht so souverän, wie man meinen könnte.

Es reichte ihnen eine solide Leistung, um gegen einen ebenso soliden und disziplinierten Gegner die drei Punkte einzuheimsen.

RWE hat vorübergehend die Tabellenspitze übernommen, die Gäste bleiben mit einer dicken Null im Tabellenkeller. „Der Sieg war etwas glücklich, aber nicht unverdient“, meinte RWE-Trainer Waldemar Wrobel. Trainerkollege Lars Lese fand: „Wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt. Aber unsere Überlegenheit im Mittelfeld konnten wir leider nicht in Tore ummünzen.“

Wieder waren mehr als 5500 Zuschauer zur Hafenstraße gekommen. Doch bevor sich der Gast an diese Kulisse gewöhnen konnte, musste er sich schon wieder neu orientieren. Denn die RWE-Fans sind natürlich noch ein bisschen besser drauf, wenn die eigene Mannschaft führt. Und das ging flott. Ecke nach drei Minuten, Alexander Thamm stand am kurzen Pfosten und köpfte zum 1:0. Ein optimaler Auftakt.

RWE versuchte Druck zu machen. Und die personellen Umstellungen im Team fielen nicht weiter auf. Patrick Dutschke verteidigte für Dirk Jasmund, und Cedric Vennemann kam für den angeschlagenen Avci. Vennemann spielte neben Brauer vor der Abwehr, Tokat dafür etwas offensiver als sonst.

Leon Enzmann prüfte nach einem energischen Solo Gäste-Keeper Forsbach (10.), doch bald wurde klar, dass es diesmal nicht so rund laufen würde. Feines Kurzpass-Spiel und gelungene Einzelaktionen gab es hin und wieder, doch zu oft schlichen sich Stockfehler und Unzulänglichkeiten im Aufbau ein. Und auch die Defensive wirkte mitunter anfällig.

Eine Kopie des erstes Treffers führte zum Ausgleich: Ecke Bergisch-Gladbach auf den kurzen Pfosten, Kopfball von Tobias Balduan, 1:1. Die Gladbacher hatten aber wieder nur wenig Zeit, sich zu freuen. Als Enzmann scharf hereingab, ließ SV-Torhüter Forsbach den Ball abklatschen, und Suat Tokat bedankte sich mit 2:1. Die Welt strahlte wieder in rot-weiß.

Allerdings blieb es eine eher zähe Angelegenheit. Timo Brauer hatte kurz nach Wiedernanpfiff entscheiden können. Nach einem einem Riesenbock von Brüggemann kombinierten Lenz und Brauer. Letzterer stand allein vor dem Keeper, schob die Kugel aber knapp am Pfosten vorbei.

Pech hatte Lemke der die Schlafmützigkeit des Gegners nutzte und den Ball an den Innenpfosten spitzelte. (71.). Doch viel mehr brachten die Bemühungen der Gastgeber nicht. Zum Glück blieben auch die Gäste harmlos. Den Schlusspunkt setzte Leon Enzmann. Und da wurde natürlich wieder aus über 5000 Kehlen lauthals gejubelt.