Positive Schlagzeile durch Bader SV

21. Essener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball. Auf dem Foto: Günther Oberholz vom Orga-Team (rechts) mit Ilias Elouriachi und Omar Allouche.
21. Essener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball. Auf dem Foto: Günther Oberholz vom Orga-Team (rechts) mit Ilias Elouriachi und Omar Allouche.
Foto: WAZ FotoPool
Aktion gegen den Terror Thema in der ARD. Organisatorenteam zieht ein positives Fazit der ersten beiden Turnierwochen.

Bei den 21. Essener Stadtmeisterschaften im Hallenfußball werden gerade die Kisten gepackt. Am Sonntagabend endete das zweite Turnierwochenende, jetzt steht der Umzug nach Stoppenberg zum Hallo an. Hier treffen die Kreise Südost und Nordwest aufeinander, ab dort wird mit einer Rund-um-Bande gespielt. Gefühlt geht deshalb für viele Beobachter und Aktive das Turnier erst jetzt richtig los.

Die Organisatoren haben allerdings schon zwei Wochen Arbeit in den Knochen. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von den Hallenwarten Michael Hautz und Parviz Noroozi. Die Belohnung für den Einsatz war eine wieder einmal beeindruckende Zuschauerresonanz. Gerade die Halle in Bergeborbeck platzte aus allen Nähten. So gab es beim entscheidenden Gruppenspiel zwischen dem Vogelheimer SV und TuS 84/10 noch nicht einmal mehr freie Stehplätze. Aber auch das Werdener Löwental war gut besucht, was vor allem an sympathischen Außenseitern wie den Freizeitkickern der Playhouse Kicker oder den Kettwiger Teams lag. Dementsprechend positiv fällt das Fazit von Mitorganisator Günther Oberholz aus: „Wir haben wieder begeisternden Fußball gesehen, mit vielen Emotionen und spektakulären Toren. Vor allem aber ist alles friedlich geblieben.“

Ein besonders beeindruckendes Zeichen für Frieden und Toleranz setzten dabei die Fußballer des marrokanischen Vereins Bader SV. Als Reaktion auf den Terroranschlag von Paris betrat die Mannschaft das Spielfeld geschlossen mit T-Shirts, die den Aufdruck „Je suis Charlie“ trugen. Trainer Jamal Fechtali verurteilte dazu in einer Rede den Anschlag und gab ein Statement für die freie Meinungsäußerung ab. Die Zuschauer reagierten mit stehenden Ovationen. „Als der Bader SV mit dieser Idee auf uns zukam, haben wir sofort gesagt, dass das eine tolle Aktion ist – viel ausdrucksstärker als eine Schweigeminute. Der Amateurfußball hat sich geschlossen gegen den Terror gestellt“, lobt Oberholz.

Die Aktion des Bader SV fand übrigens auch Erwähnung in den Tagesthemen der ARD. Womit das Turnier aus einem traurigen Anlass das selbstgesteckte Ziel erreichte, positive Schlagzeilen zu produzieren.

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