Moskitos wollen Einspruch einlegen

Torsten Schumacher (Moskitos).
Torsten Schumacher (Moskitos).
Foto: WAZ FotoPool
Der Streit zwischen DEB und Eissportverband NRW eskaliert. Gegen die verhängten Sperren will sich der ESC wehren.

Die nächste Eskalationsstufe im Streit um die Austragung der kommenden Eishockey-Oberligasaison hat gezündet: Der Eissportverband NRW hat den ESC Moskitos, die Füchse aus Duisburg und den Herner EV für den Spielbetrieb gesperrt, alle Klubs hatten ihre Meldung für eine LEV-Oberliga-West zurückgezogen, um sich stattdessen einer neuen „großen“ Oberliga Nord unter dem Dach des Deutschen Eishockey-Bundes anzuschließen.

„Gewisse Verunsicherung“

Der Rücktritt von verbindlichen Meldungen werde aber nicht genehmigt, hieß es in einer Pressemeldung des LEV. Sperren der Senioren- und (!) Nachwuchsteams (auch hier hatten die drei Klubs die Mannschaften zunächst in die entsprechenden LEV-Ligen eingruppieren lassen, um dann doch unter das Dach des DEB zu schlüpfen) seien die Folge (wir berichteten). „Da die ausgesprochene Sperre auf der DEB-Spielordnung beruht, ist diese auch für den DEB verbindlich“, so der LEV weiter.

Am Westbahnhof schüttelt man verwundert den Kopf, gibt sich aber kämpferisch: „Wir lassen uns nicht ausbremsen“, so Präsident Torsten Schumacher gegenüber dieser Zeitung forsch. „Wir werden nächste Saison Oberliga spielen, wie auch immer diese Liga dann genau heißt.“ Die Saisonplanung laufe weiter auf Hochtouren. Die betroffenen Klubs hatten zudem unmittelbar nach der Entscheidung des Eissportverbandes NRW, den Sportrechtswegs zu beschreiten, eine gemeinsame Stellungnahme herausgegeben: „Die Vorstände der Vereine EV Duisburg, ESC Moskitos Essen und des Herner EV gehen davon aus, dass sämtliche Mannschaften in der Saison 2015/16 am Eishockeyspielbetrieb teilnehmen werden.“ Man werde weiterhin verantwortungsvoll die Belange der vielen Mitglieder besonders im Nachwuchsbereich vertreten. Speziell dort sei doch eine gewisse Verunsicherung zu spüren, räumte Schumacher gegenüber dieser Zeitung ein. Es sei schade, dass eine solche Angelegenheit zwischen zwei Verbänden auf Kosten der Vereine und der Jugend gehe. „Wir sitzen zwischen den Stühlen.“

Man will sich wehren. Torsten Schumacher: „Wir werden natürlich Einspruch einlegen.“

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