Mit Ruhe und Konstanz gegen die Kleinen holt TuS West 81 den Titel

SC Phönix - SC Frintrop 3:1: Markus Dymala (SC Frintrop) gegen Marcus Kintscher (SC Phönix).
SC Phönix - SC Frintrop 3:1: Markus Dymala (SC Frintrop) gegen Marcus Kintscher (SC Phönix).
Foto: WAZ FotoPool
Nach drei vergeblichen Anläufen hat Bezirksligist TuS West 81 den Sprung in die landesliga geschafft. Der Meister überzeugte zwar nicht immer spielerisch, präsentierte sich dafür aber sehr konstant.

TuS West 81

(1. Platz, 69 Punkte, 89:37 Tore).
Nach drei vergeblichen Anläufen schaffte „81“ den Sprung in die Landesliga. „Wir haben vielleicht fußballerisch nicht immer überzeugt, aber wir haben sehr konstant gespielt“, sagt der scheidende Trainer Stefan Lorenz. Diese Konstanz, gerade gegen die „Kleinen“, war entscheidend. Denn aus den Spielen gegen die Top-Vier holte „81“ nur vier Punkte. Doch davon ließ sich das Team ebensowenig irritieren wie vom Verletzungspech in der entscheidenden Phase der Saison. „Wir sind zusammengerückt, ruhig geblieben und waren immer überzeugt von uns“, erklärt Lorenz das Erfolgsgeheimnis.

VfB Frohnhausen

(2., 58, 80:38)
Der Herbstmeister verspielte schon zum Rückrundenauftakt seine Aufstiegschancen, als er reihenweise gegen Abstiegskandidaten patzte. „Da war der Druck zu spüren. Unsere Leichtigkeit war weg, weil wir plötzlich die Gejagten waren. Uns hat aber auch das Quäntchen Glück gefehlt“, sagt Trainer Issam Said. Erst nachdem der Aufstiegstraum geplatzt war, fing sich der VfB wieder und sicherte sich noch Rang zwei. Said spricht deshalb von einer überragenden Saison. „Nur das i-Tüpfelchen hat gefehlt.“

FC Kray II

(3., 56, 97:51)
Lange spielte Kray den attraktivsten und erfolgreichsten Fußball. Nach dem Sieg gegen „81“ im Spitzenspiel deutete vieles auf den Aufstieg hin – dann versagten die Nerven. Von den letzten acht Spielen gewann Kray nur eins. „Das war nicht der Abschied, den ich mir vorgestellt habe“, sagt der scheidende Trainer Mario Salogga. „Das Unentschieden gegen Katernberg war der Knackpunkt. Trotzdem war es positiv, wie gierig wir waren und dass wir versucht haben, uns immer weiterzuentwickeln.“

SuS Haarzopf

(4., 55, 76:49)
Allen Unkenrufen zum Trotz hielt sich Haarzopf im oberen Drittel. Vor allem Dank Torschützenkönig Marc Enger, aber auch aufgrund einer klugen, auf einer guten defensiven Organisation basierenden Spielweise. Trainer Heiko Tüting blickt dementsprechend zufrieden zurück: „Wir haben uns spielerisch entwickelt und dann auch neue Akzente nach vorne gesetzt.“ Auffällig war die positive Entwicklung von Spielern wie Marvin Schütte, der aus der zweiten Mannschaft aufrückte und zum Leistungsträger wurde.

SC Frintrop

(7., 43, 63:55)
Im Winter schwebte Frintrop noch in akuter Abstiegsgefahr. Letztendlich rettete sich der SC souverän, vor allem dank seiner Winterneuzugänge. Philipp Klink stabilisierte die Defensive, Markus Dymala sorgte für die nötigen Tore. „Ohne die vier Neuen aus Kettwig wäre es schwierig geworden. Sie haben uns sportlich und menschlich unheimlich nach vorne gebracht“, lobt Trainer Sascha Fischer. Zum Schluss wäre sogar noch mehr drin gewesen, aber nach dem vorzeitigen Klassenerhalt war die Luft raus.

SV Schonnebeck II

(8., 40, 75:71)
Die SVS hielt auch in ihrer zweiten Bezirksligasaison die Klasse. „Für uns ist es eine kleine Sensation, wie wir uns gegen die ersten Mannschaften behauptet haben“, sagt Trainer Andre Rilinger. Mit viel Tempo im offensiven Bereich spielte sich die SVS im letzten Saisondrittel in einen Lauf – auch weil etliche Rekonvaleszenten zurückkehrten. Einen Spieler hebt Rilinger besonders hervor: „Markus Dahmann war unsere Lebensversicherung.“

SC Werden-Heidhausen

(9., 40., 66:65)
Zum ersten Mal seit dem Aufstieg 2006 musste Werden bis zuletzt um den Klassenerhalt zittern. Nur dank drei, zum Teil sensationellen Siegen an den letzten vier Spieltagen sicherte sich der SC noch die Klasse. „Für uns war das ein Seuchenjahr, mit all den Verletzungen“, sagt Trainer Danny Konietzko. Hinzu kam die lange Sperre für Mittelfeldmotor Björn Homberg. „Es war eine kräftezehrende Saison. Letztendlich überwiegt die Erleichterung“, resümiert Konietzko.

Katernberg 19

(10., 40, 46:51)
Bis zum Schluss saß dem Aufsteiger die Abstiegsangst im Nacken, letztendlich reichte es aber zum Klassenerhalt. „Es war eine interessante aber auch schwierige Spielzeit. Wir haben sehr diszipliniert gespielt, hatten aber immer große Probleme in der Chancenverwertung. Das muss besser werden“, sagt Trainer Predrag Crnogaj.

Adler Union Frintrop

(11., 39, 61:88)
Erst im letzten Moment sprang Frintrop vom Abstiegsplatz. „Das war sehr, sehr knapp und hätte nicht sein müssen“, kritisiert Trainer Michael Wollert. Nach der Fusion von Adler mit Union Frintrop brauchte das Team lange, um sich zu finden. Die Defensivschwäche konnte gar bis zum Ende nicht abgelegt werden. Die Talente aus dem eigenen Nachwuchs waren nicht beständig genug, sodass es die etablierten Kräfte wie Mahmoud Ibrahim richten mussten. „Davor wie wir uns zum Schluss zusammengerissen haben, ziehe ich den Hut“, lobt Wollert.

SC Phönix

(12., 37, 51:64)
Phönix in der Asche: Für den Aufsteiger ging es umgehend zurück in die Kreisliga A. Dabei schien der SC nach dem 28. Spieltag schon gerettet, doch in den letzten sechs Spielen stürzte das Team von Trainer Arndt Krosch von Rang sieben aus auf einen Abstiegsplatz. „Wir hätten nicht absteigen müssen. Aber wir haben unsere Personalmisere nicht kompensieren können und haben zu wenig Tore geschossen.“ Der überraschende Abgang von Stürmer Domenik Beß im Winter war nicht zu kompensieren.

SG Altenessen

(15., 22, 49:83)
Die SGA war fast immer konkurrenzfähig und erhielt viel Lob – holte aber kaum Punkte. Der Abstieg nach fünf Jahren in der Bezirksliga stand schon früh fest. „Die meisten Spiele haben wir in der Schlussviertelstunde verloren. Da kamen viele Punkte zusammen: Fitness, die Nerven oder die Erfahrung hat gefehlt – schon mal war es auch schlicht Dummheit“, sagt Trainer Jörg Dohmann.

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