Mina Hodzic ist die Hallen-Meisterin

Die Bredeneyerin Mina Hodzic hat nach zwei Erfolgen auf Sand nun auch den DM-Titel in der Halle geholt.
Die Bredeneyerin Mina Hodzic hat nach zwei Erfolgen auf Sand nun auch den DM-Titel in der Halle geholt.
Foto: Dieter Meier
Bredeneyer Talent sichert sich nach zwei Siegen auf Sand zum ersten Mal den Erfolg in der Halle.

Mina Hodzic feierte ihre dritte Deutsche Meisterschaft im Einzel. Nach zwei Titeln auf Sand setzte sich die Bredeneyer Tennisspielerin bei den Juniorinnen U14 erstmals auch in der Halle durch. Die Nummer eins der DTB-Rangliste in dieser Altersklasse unterstrich als Top-Gesetzte der 42. Deutschen Hallen-Jugendmeisterschaften im TVN-Tennis-Zentrum mit nur einem Satzverlust eindrucksvoll ihre Favoritenstellung.

Nach ihrem Sieg im Halbfinale gegen Santa Strombach dominierte das Ausnahmetalent auch im Endspiel gegen Angelina Wirges. Nach dem 6:3 im ersten Satz schlichen sich bei einer 5:1-Führung im zweiten Durchgang allerdings leichte Konzentrationsmängel ein. Nachdem sie ihren Aufschlag zu null abgab, kam die Hannoveranerin auf 3:5 heran. Hodzic bekam das Spiel jedoch wieder in den Griff und durfte jubeln.

Glücklich war auch ihre Mutter und Trainerin Zorana Hodzic, die mit den Damen 30 des TC Bredeney Westdeutscher Mannschaftsmeister wurde. Sie hätte ihre Tochter lieber in der Altersklasse U16 am Start gesehen: „Da wäre sie an Position drei gesetzt worden. Doch der DTB wollte sie in der U14 haben.“ 2017 soll sich Mina Hodzic bis Juni (dann wird sie 15) noch in einigen ITF-Jugendturnieren bewähren. Bei den Bredeneyer Damen, die in der Sommersaison in der Regionalliga antreten, hat sie sich bereits etabliert. Silber gab es noch als Zugabe im Doppel mit ihrer Partnerin Chantal Sauvant aus Karlsruhe.

Drei Deutsche Meister, dazu noch eine Vizemeisterschaft: Die Ausbeute des Tennisverbands Niederrhein kann sich sehen lassen. Mina Hodzic und Henri Squire gewannen ihre Endspiele überzeugend. Squire holte sich mit seinem Kaiserswerther Klubkollegen Constantin Zoske zusätzlich noch den Sieg im U16-Doppel.

Rudolf Jelinek, Essens erster Bürgermeister, der traditionell die Siegerehrung begleitete, sah die „Meister von Morgen“ bereits auf der nächsten Entwicklungsstufe: „Vielleicht erleben wir euch ja auch mal in ähnlichen Rollen wie Angelique Kerber oder Andrea Petkovic.“ Diese Beiden wurden vor Jahren in Essen Deutsche Jugendmeister, bevor sie später in die Top 10 der Weltrangliste aufstiegen.

„Mina, Henri Squire und auch Constantin Zoske haben bei diesem Turnier gezeigt, welch tolles Potenzial sie haben“, sagt TVN-Cheftrainer Björn Jacob. „Ich kann nur wünschen, dass sie gesund bleiben und ihren Weg gehen, auf dem wir sie gerne weiter begleiten würden. Vielleicht sehen wir ja mal den einen oder anderen noch in der Weltspitze.“

 
 

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