Maxim Leitsch auf den Spuren Oliver Bierhoffs

Zurück zu den Anfängen: Maxim Leitsch stammt aus Steele.
Zurück zu den Anfängen: Maxim Leitsch stammt aus Steele.
Foto: WAZ FotoPool
Der 17-jährige Essener des A-Jugend-Bundesligisten VfL Bochum startete seine noch junge Karriere auf der Hubertusburg in Steele. Zuletzt war der Linksfuß mit der U18 des DFB in Israel.

Der Traum vom Fußball-Profi: Jeden Samstag im großen Stadion vor Tausenden Fans aufzulaufen, für seinen Lieblingsklub ein wichtiges Tor zu schießen und vielleicht auch mal als Nationalspieler bei einem großen Turnier dabei zu sein. Das wünschen sich viele Nachwuchskicker – oft ohne das erhoffte Ende.

Einer, der diesen Traum unbedingt wahr machen will und derzeit auf einem guten Weg dahin ist, ist Maxim Leitsch aus Steele. Der 17-Jährige spielt für den VfL Bochum in der A-Junioren Bundesliga und ist seit kurzem auch Junioren-Nationalspieler. „Für mich ist der Fußball sehr wichtig. Er begleitet mich mein ganzes Leben, jeden Tag“, sagt Leitsch.

Beim VfL spielt der Linksfuß heute auf der Position des linken Verteidigers. Schon seit sieben Jahren trägt er das blau-weiße Trikot, die ersten Schritte hat der Essener aber auf der Sportanlage „Hubertusburg“ gemacht. Schon früh hat Maxim Leitsch mit dem Kicken begonnen, zunächst bei der ESG 99/06. „Ich habe im Kindergarten schon immer viel Fußball gespielt. Irgendwann hat mich mein Freund mal mit zum Training genommen und ich war total begeistert“, sagt Leitsch. Es begann eine große Liebe, und es entfachte in ihm eine ebenso große Leidenschaft. Von da an ging es fast jeden Tag auf den Platz, damals natürlich noch auf Asche. „Mein erster Trainer hieß Horst. Er war ein cooler Typ und hat mich gemocht, glaube ich. Ich durfte mein eigenes Ding machen und er war selten sauer auf mich.“ Leitsch spielte vier Jahre lang bei der ESG, bis dann bei einem Turnier ein Trainer der SG Wattenscheid 09 auf ihn aufmerksam wurde und ihn zur Lohrheide holte.

Es hat nicht lange gedauert, bis der große Stadtrivale seine Fühler nach dem damaligen E-Jugendlichen ausstreckte. „Zu der Zeit hatte ich auch ein Angebot vom FC Schalke“, sagt Leitsch. Aber Bochums Trainer Peter Urban ließ nicht locker, wollte das Talent unbedingt. Letztendlich mit Erfolg. Und Maxim Leitsch bereut diesen Schritt bis heute nicht: „Der VfL Bochum ist ein sympathischer Verein, der anders mit seinen Spielern umgeht. In Dortmund oder Schalke fliegt ein Spieler mal etwas schneller raus, hier bekommt man mehr Vertrauen.“

Doch bei aller Sympathie: Auch in Bochum wird auf Leistung geachtet. Um diese zu erreichen, wird eine Menge Aufwand betrieben. „Wir trainieren fünfmal die Woche und haben dazu immer ein Spiel. Es gibt maximal einen Tag frei“, erklärt der 17-Jährige. Da fällt das „normale“ Teenager-Leben schon mal hinten rüber. „Mit Freunden feiern gehen oder so, geht kaum. Das ist aber auch nicht tragisch“, schmunzelt Leitsch. Morgens Schule, danach kurz zu Hause etwas Essen und schließlich geht es zum Training. Abends um 21 Uhr ist der Tag dann vorbei. Ein Vollzeit-„Job“ für einen Jugendlichen. „Das geht nur, wenn man Spaß dabei hat.“

Und es bleibt nichts umsonst. Eigentlich könnte Leitsch noch in der B-Jugend spielen, doch er ist längst Stammspieler in der A-Jugend des VfL. „Mein Trainer Thomas Reis schenkt mir viel Vertrauen.“ Mit ihm versteht sich Leitsch gut, das sei auch wichtig. Thomas Reis hat auch dafür gesorgt, dass sein Schützling schon des öfteren bei den Zweitliga-Profis des VfL mittrainieren durfte. „Ich war erst etwas ängstlich, aber das geht schnell vorbei“, erklärt Leitsch. Eine tolle Erfahrung für den Essener, der zuletzt mit der U18-Auswahl des DFB in Israel unterwegs war. „Es war ein cooles Erlebnis und ein geiles Gefühl für Deutschland zu spielen. Das kann man gar nicht beschreiben.“ Man merkte ihm an, dass es sein unbedingter Wille ist, auch in Zukunft diese Erlebnisse zu haben. „Ich will auf jeden Fall versuchen, beim VfL Profi zu werden und mal in der Bundesliga zu spielen. Und wenn es reicht, dann auch gerne in der Nationalmannschaft.“

Große Ziele, die für Maxim Leitsch aber durchaus realistisch sind. „Es ist schwer zu sagen, wie die Chancen stehen. Aber ich habe einen kleinen Vorteil, denn ich bin Linksfuß. Die werden immer gesucht. Die Chancen sind da und ich will sie nutzen.“

Und auf der Sportanlage „Hubertusburg“ hatten einige Fußballer-Karrieren ihren Ursprung. Da gab’s zum Beispiel auch einen gewissen Oliver Bierhoff.

 
 

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