Max Hoff im Fahrwasser nach Rio

Max Hoff - über 1.000m national das Maß aller Dinge.
Max Hoff - über 1.000m national das Maß aller Dinge.
Foto: WAZ

„On the road to Rio“ war der Slogan, der am vergangenen Wochenende über der Duisburger Wedau schwebte. Vielfach angebracht auf den PKWs der teilnehmenden Top-Kanuten; aber grundsätzlich immer allgegenwärtig. Denn für die bundesdeutschen Elite-Paddler ging es schon bei der ersten von zwei Verbandssichtungen darum, die Weichen zu stellen und sich auf den Weg in Richtung Olympische Spiele in Rio de Janeiro zu bringen.

Kräftig mitmischen konnten auf der Wedau auch die Aktiven der KG Essen, die mit zahlreichen Top-Platzierungen die Heimreise antraten und sich somit eine gute Ausgangsposition bei Sichtungshalbzeit verschafft haben. So waren es gleich drei bzw. vier KGE-Herren, die sich über 1000m bzw. 500m in die heiß begehrten A-Finals fuhren. Am Ende waren es wie erhofft und erwartet Max Hoff und Max Rendschmidt, die sich stark präsentierten. Sie dürften sich schon jetzt in das richtige Fahrwasser nach Rio gebracht haben.

Auf der olympischen 1.000m-Strecke war es einmal mehr Max Hoff, der überzeugte und dominierte. Seit 2007 gibt es national einfach kein Vorbeikommen an dem Modellathleten. Der zudem als Olympia-Kernmannschafts-Mitglied des Verbandes auch ohne spezielle Wettkampfvorbereitung in die Sichtung ging und sich nach Ende der Regatta zufrieden zeigte. „Ich wollte über 1000 Meter einigermaßen fahren, und das ist mir ganz gut gelungen. Auch das geplante Vollfahren hat gut geklappt. Nachdem der Max (Rendschmidt) auf der ersten Hälfte doch hartnäckig dabei war, konnte ich mich auf den letzten 250 Metern gut lösen. Für den Trainingszustand, den ich derzeit habe, bin ich voll zufrieden und sogar positiv überrascht. Da sollte noch einiges Potenzial nach oben sein“. „Happy“ über Platz drei im 500m-Finale hinter 500m-Weltmeister Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim) war Max Hoff schon vorher gewesen. Über 1.000m war es hinter Hoff dann Max Rendschmidt, der wie im Vorjahr Platz zwei belegte, nachdem er über 500m Vierter geworden war. Mit Rückenproblemen in die Sichtung gegangen, lag er am Ende in der Gesamtrangliste hinter Max Hoff auf dem zweiten Ranglistenplatz. War er mit Platz vier über 500m zwar nicht optimal zufrieden, da er – wie er schmunzelnd formulierte – „vor Max Hoff liegen wollte“, lief es für ihn aber über den Kilometer „umso besser“. Alles in allem eine bärenstarke Vorstellung des Essener „Maxe-Duos“. Zu dem sich über 1000m noch Kai Spenner gesellte. Über seine 500m-C-Finalteilnahme noch hadernd, konnte er über 1000m eine eindrucksvolle Empfehlung abgeben. Als Dritter hinter Hoff und Rendschmidt sorgte er für einen sensationellen Dreifach-Triumph der KGE-Herren! „Das war schon beeindruckend“, gab es nicht nur Lob von Herrentrainer Robert Berger. Das sahen viele am Rande der Wedau so.

Ebenso freute sich Berger über die 500m-A-Finalteilnahmen von Fabian Kux und Robert Gleinert und die Leistungen von Frederick Illtz in den B-Finals, der sich in seinem zweiten Leistungsklassejahr erneut für die U23-Nationalmannschaft zu empfehlen scheint.

Auch Anna Kowald hatte Grund zum Strahlen. Im 200m-Einer belegte sie hinter der WM-Sprinterin Sabine Volz den zweiten Platz und erwies sich damit als die derzeit schnellste U23-Sprinterin.

 
 

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