Mareike Adams beim Inddor-Cup in Kettwig auf Rang zwei

Volle Power beim  NWRV Indoor Cup im Ergometer-Rudern in Kettwig.
Volle Power beim NWRV Indoor Cup im Ergometer-Rudern in Kettwig.
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Die Halle des Theodor-Heuss Gymnasiums in Kettwig war rappelvoll. Immerhin standen die Finals der Deutschen Meisterschaft im Ergometer-Rudern auf dem Programm. Fast 800 Ruderinnen und Ruderer aus über 100 Vereinen hatten zu diesem Event der Kettwiger RG gemeldet.

Die Halle des Theodor-Heuss Gymnasiums in Kettwig war rappelvoll. Immerhin standen die Finals der Deutschen Meisterschaft im Ergometer-Rudern auf dem Programm. Fast 800 Ruderinnen und Ruderer aus über 100 Vereinen hatten zu diesem Event gemeldet. Der „NWRV Indoor-Cup“, die offene Landesmeisterschaft, die von der Kettwiger RG bereits zum 18. Mal in Folge ausrichtet wurde, zählt nun mal zu den fünf bedeutendsten Ergo-Events bundesweit. Und der Deutsche Ruderverband nutzt diese Serie, um in Form einer Rangliste die nationalen Meister des Winters auf dem Ergometer zu küren.

Prominenteste Teilnehmerin aus Essener Sicht war die Etuf-Ruderin Mareike Adams, die sich mittlerweile im Skullbereich der A-Nationalmannschaft etabliert hat und eine Kandidatin ist für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Taktisch klug von ihrem Vereinstrainer Oliver Kampmeier eingestellt, teilte sie sich die virtuelle Wettkampfstrecke von 2000 Metern sehr gut ein und musste nur der Olympia-Zweiten von 2008 Christiane Huth aus Frankfurt den Vortritt lassen. In 7:01,7 Minuten sicherte sich Adams in Kettwig Rang zwei und wurde enthusiastisch gefeiert.

Bei den 17-/18-jährigen Juniorinnen unter 60 kg Körpergewicht sorgte Larissa Schäfer für eine faustdicke Überraschung. Die Ruderin vom Ruderklub am Baldeneysee qualifizierte sich als Achtschnellste im Vorlauf für das Finale. Dort wuchs die erst 17-Jährige über sich hinaus und belegte den zweiten Platz.

Franziska Ott (18) von der Ruderriege TV Kupferdreh möchte sich in diesem Sommer für die Junioren-Weltmeisterschaften im brasilianischen Rio qualifizieren. Dass sie die physiologischen Fähigkeiten mitbringt, bewies sie mit ihrem Bronze-Rang in der offenen Klasse der 17- bis18-Jährigen.

Auch beim jüngsten Ruder-Nachwuchs gab es zwei Medaillen für Essener Teilnehmer. Zunächst gewann das Kettwiger Talent Paula Burbott bei den 14-Jährigen Bronze, wenig später sicherte sich der gleichaltrige Jan Große (TVK) ebenfalls Platz drei. Bevor es in die abschließenden Staffelwettbewerbe ging, gewann der 50 Jährige Renato Chanvez (Kettwiger RG) bei den Masters seine Altersklasse.

Zum Ende der Veranstaltung, die über den gesamten Tag vom WDR-Fernsehen verfolgt wurde (Ausstrahlung am kommenden Samstag 16.50 Uhr), brodelte es noch einmal in Europas „Ergo-Tempel Nummer eins“. Die Zuschauer, Athleten und Trainer feuerten ihre Mannschaften in den Vereins-Vierern an. Nach Bronze im Kindervierer (13/14 Jahre) durch Paula Burbott, Paul Rasch, Paul Wilkening und Lara Sonnenschein, gewann völlig überraschend die ausrichtende Kettwiger RG im Junioren-Vierer (15-18 Jahre). Ein goldener Abschluss für Mia Müller, Nike Weber, Jacob Sankowski und Johannes Tismer.

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