LoganStutz sieht in ETB Baskets ein Team für die Halbfinals

Logan Stutz trifft mit den ETB Baskets
Logan Stutz trifft mit den ETB Baskets
Foto: WAZ FotoPool
Sie mögen gehen wollen, irgendwann einmal. Die Welt kennen lernen, wenn man so will. Aber sie kommen (fast) alle wieder zu den ETB Wohnbau Baskets. Auch Logan Stutz ist zurück beim Essener Basketball-Zweitligisten: Im Januar kam er aus Baunach. Und sein Ex-Klub ist am Samstag zu Gast am Hallo.

Sie mögen gehen wollen, irgendwann einmal. Die Welt kennen lernen, wenn man so will. Aber sie kommen (fast) alle wieder zu den ETB Wohnbau Baskets. So scheint es zumindest. Diego Kapelan war auf einmal wieder in Essen. Auch Chris Alexander, der sich in Kirchheim als Ritter versuchen wollte, fand den Weg zurück ins Ruhrgebiet. Carsten Bartels – ja das ist eine besondere Geschichte: Als ETB-Eigengewächs zog es ihn irgendwann nach Herten – und schnell wieder zurück. Und so ist auch Logan Stutz wieder da: Im Januar unterschrieb er am Hallo, wechselte vom Liga-Konkurrenten Baunach zum ETB.

Dort hatte er 2012/13 schon gespielt und überzeugt. Der Power Forward war Top-Scorer der gesamten Pro A. Nur zu halten war nicht gewesen für die sportliche Leitung der Schwarz-Weißen: Stutz wechselte nach Schweden, weiter nach Bulgarien.

In dieser Saison war er mit Baunach in der Hinrunde Gegner der Wohnbau Baskets – an diesem Samstag (19.30 Uhr, Hallo) will er mit dem ETB unbedingt gegen seine alten Teamkollegen gewinnen: „Es sind richtig gute Jungs. Es war eine tolle Zeit, doch das zählt am Samstag nicht“, so Logan Stutz.

Als bei den Oberfranken die Entscheidung getroffen wurde, verstärkt auf die jungen deutschen Spieler im Kader zu setzen (verbunden mit dem Signal des Klubs an die Importspieler, im Falle eines Wechselwunsches gesprächsbereit zu sein), habe er nach Möglichkeiten gesucht. Im Blickfeld war immer der ETB, zu diesem Zeitpunkt von Verletzungen gebeutelt: „Ich hatte festgestellt, dass Igor (Igor Krizanovic, Trainer der ETB Wohnbau Baskets, Anm.d.Red.) ohne große Jungs gespielt hat. Und ich dachte, ich melde mich einfach mal“, lacht Logan Stutz. Das letzte Wort hatte aber seine – schwangere (!) – Frau: „Wir haben beide gesagt: Wir gehen zu diesem Zeitpunkt nirgendwo hin, außer wir haben die Chance, zurück nach Essen zu kommen.“ Natürlich hatten sie die Chance.

Aber woran liegt es denn nun, dass man sich eine Rückkehr zum Hallo immer vorstellen kann? „In Essen ist man ehrlich“, findet Logan Stutz. „Beim ETB bekommt man, worüber gesprochen wurde. Alles ist klar, es gibt keine Geheimnisse. Nichts Schwammiges. Das gibt es nicht so häufig. Und Igor ist ein harter, aber sehr guter Trainer.“ Empfangen worden sei er mit offenen Armen. „Ich hatte mit einer netten Begrüßung gerechnet, aber das war schon außergewöhnlich“, berichtet der 26-Jährige.

Montenegro, Rumänien, Israel

In Schweden und Bulgarien hat er wertvolle Erfahrungen gesammelt, vor allem von seiner Zeit auf dem Balkan spricht der US-Boy gerne: Mit Balkan Botevgrad spielte Logan Stutz nicht nur in der ersten bulgarischen Liga, sondern auch in der internationalen „Balkan League“. „Wir waren in Montenegro, Rumänien oder Israel, das war schon cool.“

Jetzt ist er wieder in Essen, mit großen Zielen. „Das erste ist natürlich, dass wir uns für die Playoffs qualifizieren, das sollten wir schaffen“, findet Logan Stutz selbstbewusst. Er will mehr: „Ich finde, dieses ETB-Team ist ein Halbfinal-Team – und dann ist alles möglich. Dafür sollten wir hart arbeiten.“

EURE FAVORITEN