Kapitän Brauer geht von Bord

Regionalliga, Rot-Weiss Essen - Fortuna Koeln 1:1Wechselt von Rot Weiss Essen zu Aachen: Kapitaen Timo Brauer.Michael Gohl / WAZ FotoPool
Regionalliga, Rot-Weiss Essen - Fortuna Koeln 1:1Wechselt von Rot Weiss Essen zu Aachen: Kapitaen Timo Brauer.Michael Gohl / WAZ FotoPool
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Zeit, Abschied zu nehmen. Die Inszenierung der RWE-Fans am Samstag war gigantisch. Vor dem Anpfiff zum letzte Pflichtspiel im Georg-Melches-Stadions wurden auf Ost - und Nordtribüne überdimensionale Tücher entrollt, die die Ränge völlig für einige Minuten völlig bedeckten. Vom Rasen bis unters Dach. Eine eindrucksvolle Demonstration. Hier prangten: „Heimat, Mythos, Erinnerung“, dort ein Abbild des Vereinsgründers und Machers Georg-Melches. Auf der Haupttribüne: Ein Fahnenmeer in Rot und Weiß. „Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Tschüss Georg-Melches-Stadion.“

Das kam an. Selbst der bekanntgegebene Wechsel von Kapitän Timo Brauer zum Drittligisten Alemannia Aachen wurde gelassen hingenommen. Zuvor wurden Julian Dusy, Cedric Vennemann, Adrian Schneider und Leon Enzmann in Ehren und mit höflichen Applaus entlassen. Glückwünsche, Umarmungen mit den Spielern, mit Trainer und allen, die so auf dem Rasen standen. Als aber Brauer von RWE-Chef Michael Welling aufgerufen wird, versagt für Momente das Stadionmikro. Diesen Abgang muss RWE erst einmal verkraften, und Brauer wirbt um Verständnis für seine Entscheidung. „Rot-Weiss habe ich alles zu verdanken, ich wohne in Essen und mein Herz hängt an diesem Verein. Aber sportlich habe ich mit diesem Wechsel den nächste Schritt getan. Und es muss ja nicht das letzte Kapitel RWE für mich sein.“

„Mit Timo sind wir aufgestiegen und haben zweimal den Verbandspokal gewonnen“, sagt Trainer Wrobel. Er lobte dessen Vorbildfunktion und erkennt auch Positives in dem Wechsel: „Man sieht, Spieler können sich hier in Essen entwickeln und haben eine Perspektive.“

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