Im letzten Moment auf Platz sieben gehüpft

Die ETB Wohnbau Baskets gewinnen das letzte Spiel vor den Playoffs gegen RASTA Vechta mit 72:69. Auf dem Foto: Christoph Johannes Hackenesch (ETB) gegen Oliver Mackeldanz (Vechta).
Die ETB Wohnbau Baskets gewinnen das letzte Spiel vor den Playoffs gegen RASTA Vechta mit 72:69. Auf dem Foto: Christoph Johannes Hackenesch (ETB) gegen Oliver Mackeldanz (Vechta).
Foto: WAZ FotoPool
Die ETB Wohnbau Baskets bezwingen Vechta nach einer dramatischen Schlussphase. 2300 Fans am Hallo erleben einen nervenaufreibenden Abend. In den Playoffs wartet nun Nürnberg .

ETB -
Vechta 72:69 (30:36)

ETB:◘Alexander (27/davon 2 Dreier), Christen (10/2), Stutz (10), Jost (8), Hackenesch (7), Oudendag (6), Johnson (2), Klöß (2), Buljevic, Gebhardt, Bartels, Jahn.
Die Viertel: 15:24, 15:12, 19:17, 23:16.
Der Spielfilm: 3:2 (1.), 3:9 (4.), 10:13 (5.), 13:22 (9.), 15:27 (13.), 17:30 (14.), 30:36 (20.), 34:36 (23.), 36:43 (25.), 41:48 (27.), 45:48 (28.), 47:53 (30.), 53:55 (33.), 57:64 (36.), 60:68 (37.), 68:68 (40.), 72:69 (40.).
Zuschauer: 2300.

Wer von vergangenen Abenden noch lange schwärmen will, der muss zuvor meist „durch die Hölle“ gehen: Denn es sind im Sport meist die dramatischen, nervenaufreibenden Drehbücher, die im Gedächtnis bleiben. Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB vermochte gegen Vechta mal wieder ein solches ins Parkett zu ritzen: Mit dem hauchdünnen 72:69-Erfolg am letzten Spieltag der regulären Saison über den Bundesliga-Absteiger hüpften die Wohnbau Baskets doch noch auf Rang sieben der Tabelle, auch weil die Chemnitz 99ers in ihrem Heimspiel den Towers aus Hamburg keine Chance gelassen hatten.

Essener erwischen Fehlstart

Auf die Essener wartet nun nicht Liga-Primus Würzburg im Playoff-Viertelfinale – sondern Nürnberg. „Das hat noch mal Adrenalin freigesetzt“, so auch Trainer Igor Krizanovic erleichtert. „Es war ein besonderer Abend, auch wegen der tollen Kulisse.“

2300 Fans am Hallo dürften – sofern Anhänger der Wohnbau Baskets – in 40 Minuten reiner Spielzeit um Jahre gealtert sein. Denn lange schien es so, dass sich der ETB den Sieg der Chemnitzer über die Towers nicht würde zu Nutze machen können. Ein Erfolgserlebnis über Vechta war ein Muss, doch die Schwarz-Weißen erwischten ohne Thomas Baudinet und Devin White einen Fehlstart. „Wir haben uns unter der Woche um unsere Offensive gekümmert“, so Krizanovic. Kümmern müssen, hätte er auch sagen können, hatte es doch in den vergangenen Wochen gerade auswärts unter des Gegners Korb ordentlich gehakt. Offensichtlich war dieser Trainingsschwerpunkt zu Lasten der Defensive gegangen, der ETB lag jedenfalls früh hoch in Rückstand. „Wir können ein schwaches Viertel nicht mit einem starken kompensieren, wir brauchen lange und das kostet Kraft.“

Positiv: Der ETB kämpfte sich in diese Partie, steckte trotz diverser Rückschläge nie auf und sicherte sich mit einem 12:1-Lauf am Ende der Partie (drei Minuten vor Schluss hatte das Team noch mit 60:68 hinten gelegen) doch noch den Sieg. Diesmal traf der ETB bei den letzten Aktionen die richtigen Entscheidungen.

Jetzt wartet also Nürnberg. Mag man Würzburg auch aus dem Weg gegangen sein, so ist auch gegen den NBC eine enorme Leistungssteigerung von Nöten, wenn man bestehen will. Nürnberg hat eine bärenstarke Rückrunde absolviert und darf gegen den ETB einen psychologischen Vorteil auf seiner Seite wähnen: Beide Spiele der regulären Saison gingen an die Franken.

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