Felix Handschke will mit Tusem erfolgreich sein

Tusem - HC Empor Rostock: Felix Handschke. Michael Gohl / WAZ FotoPool
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Foto: WAZ FotoPool

Wenn Handball-Zweitligist Tusem am Freitagabend auf die HSG Nordhorn/Lingen trifft (19.30 Uhr, Am Hallo) feiert Felix Handschke ein kleines Jubiläum. Es ist das 25. Punktspiel des 20-jährigen Neuzugangs.

Zu Saisonbeginn kam der flinke Flügelflitzer von der Ostsee an die Ruhr. Er kam vom HC Empor Rostock, für den er bereits als A-Jugendlicher im Mai 2009 sein Zweitligadebüt gab. Viele Spiele sollten in den eineinhalb „Lehrjahren“ nicht folgen. „Ich hatte Norbert Runge vor mir. Da gab es wenig Chancen“, erinnert sich Handschke, der gelernte Versicherungskaufmann. An Runge, dem früheren Düsseldorfer Erstligaakteur, führte für den Jungspund Felix kaum ein Weg vorbei. Spielpraxis sammelte Handschke dennoch reichlich durch das Zweitspielrecht für den Doberaner SV (Regionalliga).

„Aber ich wollte wieder in den Westen zurück“, sagt der 20-Jährige, der in Dinslaken geboren wurde, mit zehn Jahren beim Neusser SV mit dem Handball begann und als C-Jugendlicher nach Dormagen wechselte. „Es macht schon einen Unterschied, ob man 50 oder 600 Kilometer fahren muss, um Verwandte und Freunde zu sehen.“ Der Wechsel nach Essen sei daher eine super Sache gewesen. Umfeld und Mannschaft seien toll. „Und auch mit dem Trainer stimmt es.“ Den Vater als Trainer – eine Freude oder ein Fluch? „Vielleicht ist er mit mir strenger, um sich nichts nachsagen zu lassen. Einen Vorteil sehe ich nicht, außer dass ich vielleicht etwas besser verinnerlichen kann, was er sagt.“

Felix Handschke (24 Spiele/70 Tore) kann Linksaußen und Rückraum Mitte spielen. „Für den Rückraum muss ich aber noch an Kraft zulegen“, weiß der 1,87 Meter große Rechtshänder. Daran arbeitet er. Beim Tusem hat er sieben Kilo zugelegt. „Aber da soll noch was kommen.“

Bis dahin spielt er auf Linksaußen. „Es ist gar nicht so sehr die Schnelligkeit, es ist mehr das Vorausdenken“, sagt der junge Mann. Sobald ein Wurf in Richtung Tusem-Tor geht, schnellen er wie auch Richard Wöss auf der anderen Seite aus den Startblöcken. „Unsere Abwehr deckt super. Sie ist nicht umsonst die beste der Liga. Davon profitieren die Außen. Und Jan spielt super Pässe“, weiß Handschke in Torwart Kulhanek einen sicheren Vorbereiter von Gegenstößen.

Am Freitag will der Tusem der eingleisigen zweiten Liga ein großes Stück näher kommen. Felix Handschke, der noch viele Spiele im Tusem-Trikot machen will, sieht das nur als eine Etappe. Endziel sei – „in drei bis vier Jahren“— die erste Liga , wo Vater Maik schon für den Essen spielte.

Personalien

Felix Handschke und Richard Wöss, die zuletzt die Essener „Flügelzange“ bildeten, werden gegen Nordhorn nicht gemeinsam zukneifen können. Richard Wöss fällt aus. Für ihn wird voraussichtlich Marko Popivoda auf Rechtsaußen spielen. Tusem-Coach Maik Handschke bietet zudem Tim Westheider aus dem Oberligakader auf.

 
 

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