ETB-Handballer sind Deutscher Meister

Die Gold-Gewinner von Hannover: Trainer Klaus Laß, Shembo Okalo, Trainer Christian Hoffmann, Tobias Bals, Björn Manner, Cedric Stratmann, Houssein Omeirat, Cansin Bulut (h.v.l.); Betreuerin Birte Röver, Peter Bongardt, Christian Bauer, Adnan Sankari, Mohamed Zibam (v.v.l.)
Die Gold-Gewinner von Hannover: Trainer Klaus Laß, Shembo Okalo, Trainer Christian Hoffmann, Tobias Bals, Björn Manner, Cedric Stratmann, Houssein Omeirat, Cansin Bulut (h.v.l.); Betreuerin Birte Röver, Peter Bongardt, Christian Bauer, Adnan Sankari, Mohamed Zibam (v.v.l.)
Foto: WAZ FotoPool
Special Olympics-Team gewinnt Gold bei „Spielen“ in Hannover. Bald wieder in Kreisliga am Ball .

Die Handball-Abteilung des ETB jubelt. Bei den Deutschen Meisterschaften der geistig Behinderten in Hannover setzte sich das Team von Trainergespann Klaus Laß und Christian Hoffmann in einem packenden Finale mit 12:7 gegen SV Fortschritt Meißen-West durch.

Bei den „Spielen“ in Hannover liefen rund 4800 Athleten in 18 Sportarten auf. In den Klassifizierungsspielen beim Handball gelang den Schwarz-Weißen auf Anhieb die Qualifikation für die leistungsstarke Gruppe. In den Gruppenspielen kassierte der ETB gegen den späteren Finalgegner aus Meißen zwar eine 8:9-Niederlage, die übrigen Begegnungen gewann das Team um den wurfgewaltigen Rückraumspieler und Kapitän Cedric Stratmann aber deutlich.

Die Gründe für die Dominanzs sind für ETB-Abteilungsleiter Stefan Marschner offensichtlich: „Unsere Spieler sind es im Gegensatz zu den anderen Mannschaften seit mittlerweile drei Jahren gewohnt, am regulären Spielbetrieb teilzunehmen. Die regelmäßige Wettkampferfahrung mit Spielen über 60 Minuten zahlt sich bei Vergleichen mit anderen Behindertenmannschaften aus. Auch im Zusammenspiel sind deutliche Unterschiede zu erkennen.“ Die Schwarz-Weißen hatten 2014 in Düsseldorf bereits Bronze geholt. Bei der „Special Olympics“ Bewegung geht es aber um weit mehr als Platzierungen und Medaillen. „Natürlich sind wir unglaublich stolz auf die Mannschaft und den ersten Platz“, sagt Marschner. „Aber das geballte Aufeinandertreffen von Unterstützungsbedarf und ehrenamtlicher Hilfsbereitschaft von vielen tausend Menschen hat uns alle, Aktive, Trainer und Betreuer, zutiefst bewegt.“

Nach diesem Highlight beginnt bald wieder der Liga-Alltag. Die ETB Special Olympics Handballer gehen ab September in ihre vierten regulären Spielzeit im Handballkreis Essen. Diese Kontinuität sei mindestens genauso hoch zu bewerten wie der Meistertitel, sagt Marschner: „Wir hoffen, dass wir damit auch andere Vereine ermutigen können, Inklusion voranzutreiben und ungewöhnliche Wege einzuschlagen.

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