Die Bande wird zum Mitspieler

Der SC Phönix (grün), hier mit  Titomir Benic, hat sich in die Geheimfavoriten-Rolle gespielt.
Der SC Phönix (grün), hier mit Titomir Benic, hat sich in die Geheimfavoriten-Rolle gespielt.
Foto: WAZ FotoPool
Am Hallo werden die Karten in der Zwischenrunde neu gemischt. Für die Favoriten könnte es nun leichter werden

Die 21. Essener Stadtmeisterschaften im Hallenfußball waren bislang noch kein Turnier für die Favoriten. So gelang es nur Titelverteidiger SV Schonnebeck und A-Kreisligist SG Schönebeck, alle ihre bisherigen Spiele zu gewinnen. An diesem Samstag (ab 13 Uhr) und Sonntag (ab 11 Uhr) wird in Stoppenberg am Hallo die Zwischenrunde ausgetragen. Obwohl die Qualität der Gegner weiter steigt, könnte es für die Favoriten leichter werden als in den ersten Runden.

Das liegt vor allem an der Rund-um-Bande, mit der nun in der Halle am Hallo gespielt wird. „Für technisch starke Teams wird es damit angenehmer“, erklärt Dirk Tönnies, Trainer des Titelverteidigers SV Schonnebeck. Richtige Hallenspezialisten wie Krays Ilias Elouriachi nutzen die Bande als zusätzlichen Mitspieler. „Das ist ein Vorteil für technisch versierte Mannschaften, die ein hohes Tempo gehen können“, erklärt Tönnies weiter. Am Hallo werden deshalb die Karten neu gemischt.

TuS Helene ist zu beachten

Hier wird sich auch rauskristallisieren, welches Team die diesjährige Überraschungsmannschaft sein könnte. In den ersten beiden Runden machte beispielsweise A-Ligist TuS Helene auf sich aufmerksam. „Wir sind eine technisch starke Mannschaft, die immer versucht, schnell und direkt zu spielen. Vielleicht kommt uns das in der Halle zugute“, überlegt Trainer Olaf Rehmann. Zumindest der Schritt in die Endrunde scheint möglich. Die Altenessener treffen in der Gruppe 2 neben dem Favoriten FC Kray auf A-Ligist Kray 04 und B-Ligist VfB Nord.

Im FSV Kettwig machte auch im Kreis Südost ein A-Ligist auf sich aufmerksam. „Ich glaube auch, dass wir noch eine Runde weiterkommen können“, sagt Trainer Achim Heymanns, der mit seinem Team in der Gruppe 8 auf Bezirksligist Adler Union Frintrop, A-Ligist Altenessen 18 und B-Ligist SC Türkiyemspor trifft. „In der Vergangenheit sind wir immer an Landesligisten gescheitert. Einen Bezirksligisten traue ich uns schon zu.“ Als unangenehmer Gegner erwiesen sich die Kettwiger bislang vor allem, weil sie mit strikter Manndeckung spielen. Der Gegner wird so schon vor seinem eigenen Tor unter Druck gesetzt.

Eine Spielweise, die auch Bezirksligist SC Phönix bevorzugt. Der Turniersieger von 2011 schlug mit dieser Art des Hallenfußballs Landesligist Vogelheimer SV sowie A-Liga-Tabellenführer TuS 84/10 und gehört seitdem zum Kreis der Favoriten. Kurioserweise hatte Phönix im bisherigen Turnierverlauf aber gerade gegen unterklassige Teams Probleme – und in der Gruppe 7 trifft der SC im VfL Kupferdreh, Tgd. West und ESG 99/06 ausschließlich auf A-Ligisten.

Letztendlich zählt aber nur das Erreichen der Endrunde. Das weiß niemand besser als Dirk Tönnies: „Entscheidend ist, dass man am Finaltag gut in Form ist, und nicht, dass man vorher begeisternden Fußball gespielt hat.“ Die SVS fand im Vorjahr am Finaltag erst während des vorletzten Gruppenspiels ihren Rhythmus, spielte sich in einen Rausch und gewann das Turnier. Da muss sich die SVS fast Sorgen machen, dass sie in der Vorwoche ihre Spiele allesamt ohne Gegentore gewonnen hat.

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