Der neue ETB-Sportchef Peter Schreiner will klare Linie vorgeben

Der neue Sportliche Leiter Peter Schreiner (l.) und ETB-Jugendleiter Werner Gerlich.
Der neue Sportliche Leiter Peter Schreiner (l.) und ETB-Jugendleiter Werner Gerlich.
Foto: WAZ FotoPool

„Meine Zielsetzung ist, dass wir von der U17 bis zur ersten Mannschaft ein einheitliches System schaffen“, sagt Schreiner. Künftig sollen mehr Talente aus dem eigenen Nachwuchs die Chance haben, in der Oberliga für den ETB aufzulaufen. „Die Ausbildung und die Entwicklung jedes einzelnen Spielers ist uns wichtig“, betont der neue Sportliche Leiter.

Schreiner will von der E-Jugend bis zu den Senioren ein klares Konzept etablieren, an das sich alle Trainer und Spieler halten müssen. „Ich würde es als ‘sportlichen Rahmen’ bezeichnen. Es ist eine Richtlinie, an der sich jeder orientieren soll“, sagt der neue Sportchef. Konzepte gab es in den vergangenen Jahr beim ETB einige. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Peter Schreiner ist aber überzeugt, dass er mit seinen Vorstellungen dem Verein weiterhelfen kann. „Der ETB ist wie eine ehrwürdige Villa. In letzter Zeit wurde sie oft renoviert und hier und da wurde mal was nachgebessert. Aber das wirklich Wichtige ist, das man das Fundament stärkt.“ Und das ist bei den Schwarz-Weißen die Jugend. Das Kapital, die sportliche Zukunft liege im Nachwuchsbereich. Umso wichtiger sei es laut Schreiner, dass dieser Sektor gefördert wird. „Wir sind ein Ausbildungsverein. Unser Ziel ist nicht, dass wir in naher Zukunft Regionalliga spielen, dafür ist außerdem auch die Konkurrenz zu gut. Wir müssen davon weg kommen, nur auf die Tabelle zu schauen, sondern uns auf die Entwicklung der Spieler und schließlich auch der ersten Mannschaft konzentrieren“, fordert Schreiner.

Um dies zu schaffen, bedarf es zunächst eines klaren Plans. Den soll Schreiner liefern. Aber vor allem muss dieser auch umgesetzt werden. Da hat es in den vergangenen Jahren genug Probleme gegeben. Aber der neue Sportliche Leiter ist überzeugt, dass es diesmal klappt: „Wenn ich etwas anfange, dann bringe ich es auch zu Ende. Man kann viel über ein Konzept erzählen, wichtig ist aber, dass man es anpackt und vorlebt.“

Schreiner „brennt“, wie er von sich behauptet, und freut sich auf diese Herausforderung. Die Entscheidung, das Amt anzunehmen, traf er ausgerechnet bei einer Fahrradtour um den Baldeneysee. „Ich will das machen, weil ich dem Verein helfen möchte und ich genau weiß, dass hier seriöse Leute am Werk sind“, erklärt Schreiner. Dabei verfolgt er zwei Prinzipien: „Ich will nicht nur reden, sondern handeln und beweisen. Das geht aber nur mit gezielter Arbeit und Leidenschaft.“

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