Der Neue baut auf das „Wir-Gefühl“

Der FC Kray baut weiter auf Teamgeist: v.l. Kevin Kehrmann, Jörn Zimmermann, Christian Mengert, Xhino Kadiu und Emre Yesilova .
Der FC Kray baut weiter auf Teamgeist: v.l. Kevin Kehrmann, Jörn Zimmermann, Christian Mengert, Xhino Kadiu und Emre Yesilova .
Foto: WAZ FotoPool
Der FC Kray will mit Trainer Micha Skorzenski auch in der kommenden Saison den Klassenerhalt schaffen. Heute startet die Vorbereitung.

An diesem Dienstag geht es los für den FC Kray: Nach einer kurzen Sommerpause startet der Fußball-Regionalligist an der Buderusstraße in die Vorbereitung auf die neue Saison. Für den neuen Trainer Micha Skorzenski ist es gleichzeitig die erste Gelegenheit, den Jungs gegenüber zu treten, mit denen er die Zielsetzung Klassenerhalt erreichen will – erreichen muss.

Bislang hatte sich der 33-Jährige mit Videos an seine Mannschaft herangetastet, die ihm durch den Klub, allen voran durch Manager Fabian Decker, zur Verfügung gestellt wurde. Für „unproblematisch“ hält der neue Coach diese Rahmenbedingungen, gleichwohl räumt er ein: „Natürlich ist es immer optimal, wenn man mehr Einfluss ausüben konnte. Aber ich bin einhundertprozentig begeistert, es passt alles sehr gut.“ Zumal die Kaderplanungen im Essener Osten noch nicht abgeschlossen sind, an zwei drei Stellschrauben mag man noch drehen – mit Skorzenski.

Mit dem der FC Kray auf einen echten „Insidertipp“ setzt, wie es Präsident Günther Oberholz sagt. Die Krayer hatten eine Sportmanagementfirma mit der Trainersuche beauftragt, und deren Geschäftsführer Björn Krohn ein klares Anforderungsprofil mit an die Hand gegeben. „Wir haben ihn in einem Telefonat dann noch über die exakten Suchkriterien informiert“, so Oberholz. Postwendend wurde den Krayern Micha Skorzenski ans Herz gelegt. Eine Empfehlung, nicht allein untermauert mit Image oder Statistiken, sondern vielmehr mit großer persönlicher Erfahrung: „Unser neuer Trainer ist ein früherer Sporthochschul-Kommilitone von Björn Krohn“, verriet Günther Oberholz. In den anschließenden Gesprächen habe man festgestellt, dass Micha Skorzenski hinsichtlich Werdegang und Persönlichkeitsprofil „haargenau genau zum FC Kray passt“.

Erwartet werden darf tatsächlich, dass auch Micha Skorzenski auf eine emotionale Komponente des Fußballs setzt. Auf ein „Wir-Gefühl“: „Wir brauchen diese mannschaftliche Geschlossenheit, mentale Stärke“, hatte er durchblicken lassen. Die zweite Voraussetzung: „Körperliche Fitness. Wir müssen uns in den nächsten Wochen in eine Top-Verfassung bringen“, so der neue FCK-Trainer.

Skorzenski will sich hinsichtlich taktischer Marschrouten noch nicht in die Karten schauen lassen, systemische Fragen lieber pragmatisch angehen, auf Plattitüden in dieser Diskussion verzichten.

Auf den Gegner einstellen

„Man sagt ja immer gerne im Fußball, dass man nur auf sich schauen und die eigene Art Fußball zu spielen durchsetzen will. Aber wir als FC Kray müssen uns natürlich unseren jeweiligen Gegner anschauen und uns ein Stück weit nach ihm richten. Wir müssen ihn seiner Stärken berauben, seine Schwächen ausnutzen. Insgesamt werden wir für taktische Details Zeit brauchen.“ Und die läuft. Ab Dienstag.

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