Der große Wurf? Am Krausen Bäumchen ist man entspannt

Spielten eine tolle Hinrunde: : Sven Wienecke, Erhan Azatoglu, Pierre Putze, Steven Simon und Felix Hoffmann (ESC).
Spielten eine tolle Hinrunde: : Sven Wienecke, Erhan Azatoglu, Pierre Putze, Steven Simon und Felix Hoffmann (ESC).
Foto: WAZ FotoPool
ESC Rellinghausen überwintert auf Rang drei in Lauerstellung, sieht die Oberliga aber noch weit entfernt.

Zufrieden blickt man am Krausen Bäumchen auf die vergangene Hinrunde in der Fußball-Landesliga: Der ESC Rellinghausen hat sich in der Spitzengruppe der Liga etabliert, überwintert auf Rang drei mit nur einem Punkt Rückstand auf den FSV Duisburg – und vier Zählern auf Spitzenreiter SV Schonnebeck.

Pikant: Gleich zum Auftakt der Rückserie am 8. März kommt es in Rellinghausen zum Derby gegen das Team vom Schetters Busch, Grund genug, den Blick nach vorne dem Rückblick voranzustellen. Denn eine derart starke Runde, die so vielleicht nicht erwartet werden konnte, könnte Begehrlichkeiten wecken, Druck aufbauen, weil der ganz große Wurf gelingen könnte.

ESC-Trainer Karl Weiß ist da aber ganz entspannt. Er stellt klar: „Die Oberliga ist kein Ziel, ich glaube auch nicht, dass der Verein das schon stemmen könnte.“ Man werde über so etwas sprechen, wenn es so weit ist. Das sieht der Coach aber nicht: „Teams wie Schonnebeck oder der FSV Duisburg haben ganz andere Möglichkeiten und werden das unter sich ausmachen. Wir werden in jedem Spiel mit allem, was uns zur Verfügung steht, um die drei Punkte zocken.“ Das werde schwer genug, „weil wir natürlich im Fokus stehen, aber wir haben da richtig Bock drauf“.

Personell soll sich nichts tun, mit einer Ausnahme: Robin Müller wechselt vom FC Kray II zum Krausen Bäumchen. Ein junger Spieler, der einen schmalen Kader etwas verbreitern wird. „Wir wissen, dass wir weiterhin nur einen kleinen Kader haben, aber wir haben trotzdem längere Verletzungen wie die von Sven Wienecke oder Ruben Nipken verkraftet.“

Womit wir beim Rückblick sind: Teamgeist und der Spaß am Fußball seien die Schlüssel für die so famose Runde gewesen, so Karl Weiß. Dass dies etwas kitschig klingt, weiß auch er. Ändern kann er – will er an dieser Analyse aber nichts. „Nach dem Umbruch konnten wir einen Kern halten, es war die Frage, wie die Neuzugänge einschlagen. Und das hat hervorragend geklappt.“ Man habe sich reingefunden in die Saison, nach dem nach vier Spielen schon zwei Niederlagen verbucht werden mussten. „Wir haben einen guten Geist in der Truppe, können in Ruhe arbeiten, weil auch die Zusammenarbeit im ganzen Verein funktioniert.“ Wer weiß, wohin das noch führen kann.

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