Der Achter gab sich die Ehre

Deutschland-Achter, Hügelregatta
Deutschland-Achter, Hügelregatta
Foto: boat-event
Am vergangenen Wochenende fand auf dem Baldeneysee die 98. Internationale Hügelregatta statt. 13 Nationen gingen an den Start.

Die Tribüne an der Regattastrecke am Essener Baldeneysee war voll besetzt, entlang der Promenade hatten sich die Fußgänger eine gute Aussichtsposition verschafft, als der „Deutschland-Achter“ bei der „98. Internationalen Hügel-Regatta“ am vergangenen Sonntag seinen einzigen Auftritt vor heimischer Kulisse in dieser Saison gab. Schon beim zu Wasser lassen des 16 Meter langen Schiffes waren zahlreiche Schaulustige da, die sich die Zwei-Meter-Hünen aus dem Bundesleistungszentrum Dortmund einmal aus der Nähe anschauen wollten. Der Olympia-Fünfte aus Eaton von 2012 aus den Niederlanden war an diesem Tag im Rennen des „Krupp-Achters“ der Gradmesser für das Team um Erfolgscoach Ralf Holtmeyer. Es wurde für den Olympiasieger und Vizeweltmeister des vergangenen Jahres alles andere als ein Schaulaufen. Unter den Augen von Thomas Kempf, der als Mitglied des Vorstandes der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung den Preis später übergab, lag das deutsche Flaggschiff nach 1.000 Meter zunächst im Hintertreffen und konnte erst auf der zweiten Streckenhälfte einen knappen Vorsprung von einer Viertel Bootslänge errudern. Im Rennen um den „Sparkassen-Vierer“, der von Ulrich Kinder als Vertreter des Vorstandes der Sparkasse Essen überreicht wurde, gewannen die Kanadier vor dem Deutschen Quartett.

Insgesamt 13 Nationen folgten in 508 Booten der Einladung des Essener Ruder-Regattavereins zu dieser international, renommierten Ruderregatta. Der Vorsitzende André Ströttchen war mit seinen gut 100 ehrenamtlichen Helfern sehr stolz darauf, die Weltelite des Rudersports begrüßen zu können. Beim Empfang des Oberbürgermeisters im Rathaus dankte er neben seiner großen Helferschar auch den Sponsoren und Unterstützern ohne die ein solch großer „Aufgalopp“ der Nationen gar nicht möglich gewesen wäre. Sir David Tanner, als Mannschaftsleiter des größten teilnehmenden Teams aus Großbritannien, hob die Bedeutung dieser Veranstaltung noch einmal hervor und dankte dem Ausrichter für eine hervorragende Organisation. „Die Briten kommen immer wieder gerne nach Essen auf den Baldeneysee und freuen sich schon auf die ’99. Internationale Hügelregatta’ im Jahre 2017“.

Auch einige Lokalmatadoren waren am Start. Allem voran Ronja Schütte vom Werdener Ruderclub. Die amtierende Deutsche Meisterin im Zweier ohne Steuerfrau hatte erst am Freitag zuvor durch einen Sieg bei der 2. Kleinbootüberprüfung ihren Rollsitz im weiblichen Flaggschiff, dem deutschen Frauen-Achter, gefestigt. Auf dem Baldeneysee lief es im Rennen gegen die Niederländerinnen allerdings nicht rund. „Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt und lagen schon nach den ersten Startschlägen deutlich im Hintertreffen“, so der Kommentar der 25-Jährigen. Für Julia Barz (Kettwiger RG) und Leonie Neuhaus (EWRC) lief die Regatta hingegen wie am Schnürchen. Barz wurde im Zweier ohne Steuerfrau Zweite und Neuhaus im Leichtgewichts-Einer Vierte.

EURE FAVORITEN