Clevere MTG Horst gewinnt Verbandsliga-Derby bei Tura Altendorf

Der Horster  Sven Parr versucht, den Altendorfer Phillip Wanner abzuschirmen. Michael Gohl / FUNKE Foto Services
Der Horster Sven Parr versucht, den Altendorfer Phillip Wanner abzuschirmen. Michael Gohl / FUNKE Foto Services
Foto: FUNKE Foto Services
In der Handball-Verbandsliga hat MTG Horst das Derby gegen Mitaufsteiger Tura Altendorf gewonnen. Oberligist SG Überruhr kassiert deftige Pleite.

Oberliga

MTV Rheinwacht Dinslaken – SG Überruhr 33:19 (12:12). Die ungewohnt frühe Anwurfzeit behagte der SGÜ überhaupt nicht und bescherte den Gästen eine deftige Pleite. „Mit 7:21 die zweite Halbzeit zu verlieren, das darf uns einfach nicht passieren. Nichts von dem, was wir uns vorgenommen haben, hat funktioniert. Am Ende haben wir den Kopf hängen gelassen“, kritisiert SGÜ-Coach Sebastian Vogel den Auftritt seines Teams, das damit auf dem vorletzten Tabellenplatz abgerutscht ist.

Nach gutem Start und gestützt auf den stark agierenden Dominik Sieberin im Tor lagen die Gäste noch mit 8:5 (17.) in Führung. Der MTV agierte gegen die gute Defensive der Essener zu diesem Zeitpunkt ideenlos. Aber MTV-Coach schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Dinslaken war den Überruhrern in der zweiten Hälfte in allen Belangen überlegen. „Sowohl kämpferisch als auch spielerisch hatten wir im zweiten Durchgang nichts entgegenzusetzen“, so Vogel.

Verbandsliga

DJK Styrum 06 – Kettwiger SV 30:33 (18:18). Die Kettwiger bleiben als Tabellenzweiter mit nur zwei Punkten Rückstand ein ernster Konkurrent für Spitzenreiter LTV Wuppertal. Der Erfolg fällt für Spielertrainer Florian Kundt unter die Kategorie Arbeitssieg: „Es dauerte sehr lange, bis in der kalten Halle unser Motor einigermaßen warmgelaufen war. Styrum war bis zur Pause fast durchgehend in Führung. Die Kettwiger Defensive agierte zu zaghaft und beide Torhüter waren glücklos. Nach dem 12:16-Rückstand kam der KSV aber in Fahrt. Mit der geänderten 4:2-Abwehrtaktik hatten die Mülheimer erhebliche Probleme. Die Entscheidung fiel aber erst in den Schlussminuten, als sich die Gäste von 27:25 auf 32:28 absetzten. Der Einsatz des lange verletzten Moritz Brix stabilisierte den KSV.

Tore KSV: Schwartz, Pfeiffer (je 6), Mühlenhoff, Bing (je 5), Käsler (4), Stempel, Röckmann (je 2), Heiderich, Gehenio, Brix.

SG Tura Altendorf – MTG Horst 25:28 (8:10). Die Horster hatten den besseren Start und führten 4:0. Die Altendorfer fingen sich jedoch und kamen auf 6:7 (19.) heran. Danach war das Spiel ausgeglichen. Die Gastgeber kämpften sich auch nach der Pause nach dem 16:21-Rückstand auf 22:23 zurück ins Spiel. Beim Stand von 26:22 (56.) waren sie aber geschlagen.

„Meine Mannschaft hat der MTG alles abverlangt. Nur die Zahl unserer leichten Fehler war erschreckend hoch“. kritisierte SG-Trainer Ingo Breddemann, der den Horster Sieg als verdient bezeichnete. „Die Gäste stellten die clevere und in der Breite auch die Mannschaft mit dem noch größeren Willen.“ Ein Sonderlob bekamen Thomas Wienholt und Phillip Wanner.

Tore SG: Lutz, P. Griese (je 5), Wanner, Mahr, Wienholt (je 4), Ende (3), D. Risse; MTG: Delsing (6), Bajorat (5), Hoffmann (4), Parr, Syperek, Unterfeld (je 3), Neumann (2), Reketat, Vogt.

Oberliga Frauen

TV Borken - SG Überruhr 21:35 (9:18). Die Kabinenansprache vor dem Anpfiff durch Trainer Bernd Vatter in Hinblick auf die Qualifikation für die Nordrheinliga zeigte Wirkung: „Seine Damen gingen hoch konzentriert gegen die heimstarken Gastgeber ins Spiel, das zunächst durch zwei starke Abwehrreihen geprägt wurde. So eröffnete Medea Frede erst den der fünften Minute den Torreigen. Obwohl sich Borken besser auf die Gäste einstellte, drückte die SGÜ in den letzten zehn Minuten vor dem Wechsel. Über 25:14 und 30:16 brachte Überruhr die Begegnung sicher nach Hause. Überzeugend: Die 100 Prozent Trefferquote bei sieben Siebenmetern.

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