Bundesligist SF Katernberg will Zug um Zug zum Klassenerhalt

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Nach halbjähriger Pause startet am kommenden Wochenende auch die Schachbundesliga in die neue Spielzeit. Die Sportfreunde Katernberg haben den Kader gleich auf vier Positionen verändert. Trotz allem lautet das Saisonziel wie in den Jahren zuvor Klassenerhalt.

Nach halbjähriger Pause startet am kommenden Wochenende auch die Schachbundesliga in die neue Spielzeit. Die Sportfreunde Katernberg haben den Kader gleich auf vier Positionen verändert: Schweren Herzens trennte der Verein sich von Jens Kotainy, der schwerwiegende Vorwürfe nicht überzeugend entkräften konnte, seine Erfolge unerlaubter elektronischer Hilfe zu verdanken. Klaus Bischoff trat auf eigenen Wunsch den Rückzug an, um sich noch mehr auf seine Tätigkeit als „Schacherklärer“ bei internationalen Turnieren zu konzentrieren. Auch Kateryna Lahno und Robert Fontaine, die im letzten Jahr ohnehin nicht eingesetzt wurden, gehören jetzt nicht mehr zum Kader.

Neu im Team sind der brasilianische Großmeister Alexandr Fier, der überwiegend in Europa lebt, und der erst 18-jährige Niederländer Benjamin Bok, der auf dem Sprung zum Großmeister ist. Nach zweijähriger Pause in den Kader zurückgekehrt ist der SFK-Vorsitzende Bernd Rosen, für eventuelle Engpässe steht Teamchef Ulrich Geilmann als „Notnagel“ bereit.

Auch beim Reisepartner hat sich eine Änderung ergeben: SFK spielt zukünftig mit Emsdetten zusammen und muss deshalb auch bei Heimspielen mit höheren Reise- und Übernachtungskosten rechnen.

Bei allen Veränderungen lautet das Saisonziel unverändert Klassenerhalt. „Das wird schwer genug, denn wir müssen in den ersten Runden gegen viele sehr starke Mannschaften antreten. Gut möglich, dass wir erst einmal unten drin stehen. Hoffentlich behält das Team dann die Nerven und holt in der zweiten Saisonhälfte die nötigen Punkte!“ analysiert Ulrich Geilmann die Lage vor dem Start.

Am ersten Wochenende warten zwei Hochkaräter auf die Katernberger: Am Samstag geht es gegen Hockenheim, das hinter Ex-Weltmeister Anatoli Karpov zahlreiche hochkarätige Großmeister gemeldet hat. Trotzdem muss SFK gerade hier seine Chance suchen, denn am Sonntag gegen den Abonnementmeister Baden -Baden ist man krasser Außenseiter.

 
 

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