Bei der SVS scheint diesmal alles anders

Trainer Dirk Tönnies (Schonnebeck)
Trainer Dirk Tönnies (Schonnebeck)
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Trainer Dirk Tönnies will mit dem gestiegenen Druck umgehen.

Packen es die Schwalben tatsächlich diesmal? Nach so einigen Jahren der Enttäuschung scheint Fußball-Landesligist SV Schonnebeck in dieser Spielzeit gewappnet zu sein für den Aufstiegskampf. Die Mannschaft von Trainer Dirk Tönnies und seinem Co. Damian Apfeld überwintert derzeit auf Rang eins, mit drei Punkten Vorsprung auf den FSV Duisburg. Nicht viel – aber immerhin.

Wie oft waren die Essener nach ihrem Abstieg aus der Niederrheinliga unter den Erwartungen geblieben – wie oft hatten sie sich früh aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Diesmal scheint alles anders. „Das Zwischenfazit fällt natürlich positiv aus“, so Trainer Dirk Tönnies. Wie könnte es auch anders sein?

Die Kunst für die Rückrunde wird sein, mit dem Druck gestiegener Erwartungen umzugehen. Oder: Aufkommenden Leichtsinn zu bekämpfen. Die SVS hat viel zu verlieren. Tönnies und sein Trainerteam wollen dies erkannt haben. „Wir werden viel miteinander sprechen. Die Oberliga ist kein Thema, weil sie weit weg ist. Das muss einfach raus aus den Köpfen. Ich nehme da aber auch die Jungs in die Pflicht, die gezeigt haben, dass sie mit den Erwartungen umgehen können.“

Der Kader wurde in der Sommerpause einer Feinjustierung unterzogen. „Hemdsärmelige“ Typen hatten dem Team gefehlt. Fußball spielen konnte man am Schetters Busch schon immer, die Mannschaft hatte sich nur immer zu leicht aus dem Konzept bringen lassen. Nun kann die SVS auch schmucklos gewinnen, krempelt die Ärmel hoch, wenn es gilt, zu kämpfen. „Unsere Neuzugänge (u.a. Denis Dluhosch, Emrah Cinar, TimWiederhold) haben da unsere Erwartungen erfüllt.“ Die Charakterprüfung stellte sich unerwartet früh in der Saison, gleich zum Auftakt ging das Heimspiel gegen den ESC Rellinghausen mit 1:3 verloren. Dirk Tönnies: „Wir stand sofort unter Druck und haben das gemeistert. Im Rückblick war es vielleicht sogar hilfreich, wir hatten sofort unseren Hallo-Wach-Effekt.“

Die Baustellen sind tatsächlich klein, doch es gibt immer etwas zu tun: „Unser Spiel gegen den Ball kann noch besser werden und 17 Gegentore sind zu viel, auch wenn wir in den letzten Spielen vor der Winterpause weniger Treffer kassiert haben.“ Und so hat Dirk Tönnies doch eine kleine, aber feine Liste zusammengestellt, die man seit gestern am Schetters Busch abarbeitet.

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