Auf Max Hoff ruhen die größten Hoffnungen

Max Hoff läst die Muskeln spielen und fährt den dritten Weltcup-Sieg ein
Max Hoff läst die Muskeln spielen und fährt den dritten Weltcup-Sieg ein
Foto: WAZ FotoPool
Bei den Kanu-Europameisterschaften auf dem Beetzsee in Brandenburg ist die KGE mit vier Teilnehmern vertreten. 39 teilnehmende Nationen mit 850 Athleten sorgen für ein Rekordfeld.

Nach Brandenburg richtet sich an diesem Wochenende der Blick der Renn-Kanuten. Auf dem Beetzsee wird von Freitag bis Sonntag die größte EM aller Zeiten ausgetragen. Die 39 teilnehmenden Nationen mit ihren rund 850 Aktiven bedeuten für die Organisatoren einen neuen Rekord. „Wir sind natürlich hoch erfreut darüber, dass sich diese EM im Ausland eines großen Interesses erfreut“, betont auch Thomas Konietzo, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes.

Nach dem mit 70 Teilnehmern größten Team des diesjährigen WM-Ausrichters Russland ist es die Mannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes, die mit 40 Aktiven nicht nur zahlenmäßig überzeugen möchte. Denn auch wenn der Saisonhöhepunkt mit den Weltmeisterschaften im August noch folgt, „möchten wir uns bei der EM zu Hause natürlich schon ordentlich präsentieren und dabei auch möglichst gut abschneiden. So gesehen, kann man diese EM schon ein bisschen als Generalprobe für die WM betrachten“, unterstich auch Chef-Bundestrainer Reiner Kießler.

Hoff freut sich auf heimische Kulisse

Ihren Beitrag zu einer entsprechenden Bilanz der deutschen Flotte leisten wollen natürlich auch die vier Aktiven der KG Essen, Max Hoff, Max Rendschmidt, Kai Spenner und Jonas Ems. Insbesondere Max Hoff geht bei dieser EM mit einer eindrucksvollen und makellosen Saisonbilanz in die Rennen. Er hat sich mit seinen drei Siegen bei den drei Weltcups im 1 000m-Einerkajak nicht nur das „Triple“ gesichert, sondern gleichzeitig auch den Gesamt-Weltcup-Sieg. Und auch bei der hochkarätig besetzten Einladungsregatta auf der WM-Strecke in Moskau erst drei Wochen zuvor hieß der Sieger Max Hoff. Eine Bilanz, die für den amtierenden Weltmeister keinen allzu großen Druck bedeutet, denn „ich fahre lieber mit Siegen im Vorfeld zu einer Meisterschaft als mit mäßigen Rennen“. Dass Max Hoff auf dem Beetzsee als klarer Favorit antritt, versteht sich von selbst. Dass auch er sich auf diese Meisterschaften freut, machte er beim Tag der offenen Tür in Kienbaum deutlich: „In Brandenburg vor heimischer Kulisse zu paddeln, ist etwas sehr Besonderes. Da will man sich natürlich nicht schlagen lassen“. Einer der größten Konkur-renten dürfte einmal mehr Rene Holten Poulsen (Dänemark) sein, der Hoff im Vorjahr den Titel weg-schnappte. Zum Abschluss der EM startet Max Hoff dann noch als Titelverteidiger im 5 000m-Einer.

Als gleich Doppel-Titelverteidiger geht Max Rendschmidt mit seinem Berliner Partner Marcus Groß im Zweierkajak über 1 000m und 500m in die Konkurrenz. Und als 1 000m-Weltmeister sowie diesjähriger Weltcup-Sieger und Medaillengewinner zählt natürlich auch dieses Duo zu den Top-Favoriten. Beide haben bei allen bisherigen Saisonrennen gezeigt, dass auch in diesem Jahr wieder mit ihnen zu rechnen ist.

Viererkajak mit Spenner ist Baustelle

Als eine „Baustelle“ hat sich für den Verband bislang der 1 000m-Viererkajak der Herren dargestellt, für den sich auch Kai Spenner qualifiziert hat. Die internen Sitzpositionen wurden noch einmal gewechselt. Nun gibt vorne Martin Hollstein (Neubrandenburg) den Schlag vor, gefolgt von Marius Radow (Potsdam), Martin Schubert (Friedrichshafen) und Kai Spenner, der von Platz vier aus für mächtig Schub sorgen möchte. „Wir sind so erst einmal recht zufrieden und haben ein gutes Gefühl. Nun müssen wir mal schauen, wie es im Wettkampf läuft“, ist Spenner gespannt auf den Ausgang des wichtigen Wettkampfes.

Jonas Ems will ins A-Finale

Bei den Sprintrennen heißt es dann für Jonas Ems, sich wie schon bei den Weltcups, im 200m-Einerkajak zu beweisen. Nach vielen Jahren im Zweier tritt er erstmals wieder bei einer internationalen Meisterschaft als Solist an. „Er hat in der letzten Vorbereitung noch einmal einen kleinen Sprung in die richtige Richtung gemacht“, hofft Sprint-Heim- und Bundestrainer Arndt Hanisch, dass sich Jonas Ems in der Weltspitze etablieren kann. Bis auf zwei Nicht-Europäer ist die gesamte Sprint-Weltelite in Brandenburg. Sich in das A-Finale zu fahren, ist das hochgesteckte Ziel.

 
 

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