Zunächst kaum Zugriff aufs Spiel

Packende Duell vor ansprechender Kulisse: René Heinicke gegen Michael Huwald.
Packende Duell vor ansprechender Kulisse: René Heinicke gegen Michael Huwald.
Foto: WP

Ennepe-Ruhr..  So, wie der FC BW Voerde am Dienstagabend das Entscheidungsspiel gewonnen hatte, so ähnlich verlief auch das Saison-Finish in der Fußball-Kreisliga A2. Denn die Ennepetaler zeigten sich beim 8:7 (1.1, 1:1, 0:0)-Krimi gegen den VfB Schwelm zunächst alles andere als souverän, ließen sich aber nicht unterkriegen und sicherten sich schließlich glücklich den Sieg, die Meisterschaft der Gruppe und somit die Berechtigung, um den Bezirksliga-Aufstieg gegen den SSV Hagen ab Samstag zu spielen.

Der Tross des SSV, Meister der Gruppe 1, konnte sich ein Bild davon machen, wie BW Voerde agiert, wie die Mannschaft trotz enormen Verletzungspechs nie aufgibt, aus einer unterlegenen Situation heraus doch noch den Erfolg erzwingen kann.

Denn vor der Pause des Entscheidungsspiels war es nämlich der VfB Schwelm, der die Partie bestimmte. Vor allem das Mittelfeld gehörte den Kreisstädtern. Die Ennepetaler hatten vor knapp 900 Zuschauern am Harkortberg in Wetter kaum den Zugriff auf das Spiel. Vor allem, weil gerade in der Schaltstation von Abwehr und Angriff eine riesige Lücke herrschte.

Mittelfeld arg dezimiert

„Man darf nicht vergessen, dass im Mittelfeld Leistungsträger wie Uwe Bau, Marius Hornschuh oder André Wassman schon lange verletzt sind und die Mannschaft dies hervorragend kompensieren kann“, so Marc Dülm, der mit der Sommerpause das Traineramt in Voerde von Lars Möske in Voerde übernimmt. So hatten die Schwelmer mit Delwar Alsolivany, Deniz Temnel oder als hängende Spitzen auch André Owenier und Dogan Söylemez ein leichtes Spiel, im Mittelfeld die Hoheit zu übernehmen. Aus dem Schwelmer Defensivverbund stießen immer wieder aus der Mitte Spielertrainer Bastian Zarnekow und René Heinicke sowie über Außen Patrick Wende und Dominik Reinhoff nach vorne. Mehr als die berühmt-berüchtigten Nadelstiche waren für Voerde nicht drin. Zunächst.

Voerde hatte Chancen, noch in der regulären Spielzeit die Partie für sich zu entscheiden – auch wenn Schwelm die Führung nach 71 Minuten markierte. Denn im Laufe des Spiels wurde Schwelm schwächer, Ennepetal stärker – der eingewechselte Sinan Akbaba traf in der Nachspielzeit nur den Pfosten. Das hatte Potenzial zur Heldengeburt.

Die Verlängerung zeigte nahezu zwei gleichwertige Mannschaften, wobei die dickste Chance der FC BW Voerde hatte. Torschützenkönig Michael Huwald hatte die Führung und damit wohl die Entscheidung auf dem Fuß. Doch den per Handspiel von Heinicke verursachten Strafstoß hielt Merlin Braun – ebenso den unmittelbaren Nachschuss.

Dann kam, was die Spannung noch größer macht, was viele Protagonisten für ein Glückspiel halten: das Strafstoß-Schießen zur Entscheidung. Und Voerde hat hierbei sechs Richtige gezogen . . .

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