Wundertüte TSG II sorgt für Wirbel

Finn Heiserholt, eigentlich Bestandteil des Regionalliga-Kaders, sorgt mit seinem Verein TSG Sprockhövel momentan für Diskussionen in der Kreisliga A.
Finn Heiserholt, eigentlich Bestandteil des Regionalliga-Kaders, sorgt mit seinem Verein TSG Sprockhövel momentan für Diskussionen in der Kreisliga A.
Foto: Volker Speckenwirth
  • Bis zu acht Spieler gegen den VfB Schwelm im Einsatz
  • Am Wochenende gegen Voerde dann nur mit zehn Spielern
  • Ritter und Dülm äußern Bedenken

Schwelm/Sprockhövel..  „Wettbewerbsverzerrung bezeichnet den Umstand der Verzerrung einer Wettbewerbssituation zugunsten eines oder mehrerer Teilnehmer zulasten der übrigen Teilnehmer“, lautet die Definition eben dieser Wettbewerbsverzerrung auf Wikipedia. Eine Verzerrung, die der Trainer des Fußball-A-Ligisten VfB Schwelm, Daniel Ritter, bewusst ansprach. Ritter geht es um den Fakt, dass die Reserve des Regionalligisten als unberechenbar gilt. Woche für Woche können sich die Gegner der TSG-Reserve nicht auf das Team aus Sprockhövel einstellen, da niemandem bewusst ist, was für eine Mannschaft aufgeboten wird. Natürlich ist die Funktion einer zweiten Mannschaft auch immer, verletzte Spieler der „Ersten“ wieder heranzuführen. Doch was Ritter so erzürnt, ist die Tatsache dass es gegen den VfB Schwelm vor drei Wochen derer gleich acht waren. „Gegen uns laufen die mit zehn Regionalliga-Reservisten auf und heute gegen Voerde stehen nicht einmal zehn Spieler auf dem Platz“, ärgerte sich Ritter über diese Ungleichheit. Tatsächlich waren beim Spiel gegen den ambitionierten VfB Schwelm mit Dombayci, Mvondo, Ciccarelli, Heiserholt, Dünnwald, Höltke, Bukowski und Maldea gleich acht Spieler für die TSG-Reserve am Ball, die der Verein auf der eigenen Webseite zum Kader der ersten Mannschaft zählt. Eine Ungleichheit entstand nun dadurch, dass die Sprockhöveler am vergangenen Wochenende gegen den Schwelmer Konkurrenten BW Voerde nur zehn Spieler aufbot, darunter kein einziger Akteur aus der Regionalliga. Dem Trainer der TSG-Reserve Martin Riesner erschien dies äußerst unangenehm zu sein: „Es sind heute Dinge unglücklich gelaufen. Diese müssen wir intern besprechen.“

Dülm ebenfalls enttäuscht

Marc Dülm, Trainer des begünstigten Teams von BW Voerde, zeigte Verständnis, auch ihm schien die Geschichte sauer aufgestoßen zu sein. „Du gehst mit dem Gedanken in das Spiel, dass du gegen eine halbe Regionalliga-Truppe spielst und dann kommt ein Gegner, der sich nicht einmal richtig warm macht“, so der verstimmte Voerder Trainer.

Während Schwelm gegen eine stark verstärkte TSG-Reserve mit 1:4 verlor, durften die Voerder als direkter Konkurrent im Aufstiegsrennen gegen eine nicht einmal vollzählige Sprockhöveler Mannschaft spielen. Der Ausgang des Spiels: 3:0 für Voerde.

In der Tabelle stehen die Blau-Weißen aktuell ziemlich genau diese drei Punkte besser da als die Schwelmer. Der Ärger von Trainer Ritter lässt sich also auch in Zahlen ausdrücken.

Nicht unerwähnt bleiben sollte dabei allerdings auch der Fakt, dass die Reserve des TuS Ennepetal es ebenfalls mit einer, wenn auch nicht in dem Ausmaß, „verstärkten“ TSG II zu tun hatte. Insgesamt vier Spieler standen im Kader von Trainer Riesner, als die Klutertstädter deutlich mit 4:1 gegen den Mix aus erster und zweiter Mannschaft der TSG gewann.

Bleibt zu hoffen, dass das interne Gespräch in Sprockhövel frühzeitig geführt wird.

 
 

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