Wie Sportler gut über den Sommer kommen

Über die Region rollt gerade eine regelrechte Hitzewelle hinweg. Fast täglich werden neue Temperatur-Rekorde aufgestellt. Wer trotz des Wetters trainieren möchte, für den hat der Sprockhöveler Personal-Trainer einige einfache Tipps. Unter anderem: Ausreichend viel trinken.Foto:Archiv /Ralf Rottmann
Über die Region rollt gerade eine regelrechte Hitzewelle hinweg. Fast täglich werden neue Temperatur-Rekorde aufgestellt. Wer trotz des Wetters trainieren möchte, für den hat der Sprockhöveler Personal-Trainer einige einfache Tipps. Unter anderem: Ausreichend viel trinken.Foto:Archiv /Ralf Rottmann
Foto: WAZ FotoPool/ Ralf Rottmann

Ennepe-Ruhr..  Die Luft flimmert über dem Asphalt, die Sonne knallt und auf jeder Motorhaube könnten mühelos Spiegeleier gebraten werden. Kurzum: Einen solchen Sommer haben sich zwar viele gewünscht, doch wer bei dieser Hitze Sport treiben möchte, sollte sich an ein paar einfach Regeln halten, auf sich achtgeben und auf die Warnsignale des Körpers hören. Dann kommen auch Sportler bei diesem Wetter auf ihre Kosten.

Das Problem: „Gerade Anfänger können nicht einschätzen, wo ihre Grenzen sind“, sagt Thorge Kiwitt, Personal-Trainer aus Sprockhövel. Wenn sich der erste Schwindel einstellt, der Kreislauf sich meldet, dann ist es meistens schon zu spät.

Er rät daher, die Trainingszeiten anzupassen: „Gerade bei der Hitzewelle, die über das Land rollt, ist es sinnvoll, das Training auf früh morgens oder auf abends zu verlegen.“ Durch das Training am Abend werde allerdings der Stoffwechsel wieder angekurbelt, warnt Kiwitt. „Das kann Probleme beim Einschlafen mit sich bringen.“

Und wenn es unbedingt der Nachmittag sein muss: „Dann sollte im schattigen Wald uns keinesfalls in der prallen Sonne trainiert werden.“ Genauso wichtig ist es, möglichst viel zu trinken. „Und das über den ganzen Tag verteilt und nicht erst, bevor es losgeht.“ Denn ein Wasserbauch sei nicht gerade förderlich, um Leistung zu erbringen. Dabei sollte nicht etwa zum Leitungswasser gegriffen werden. „Das Wasser braucht ausreichend Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium, Magnesium und Kalium“, sagt der Personal-Trainer. „Weil der Körper durch das Schwitzen alles ausschwemmt, was er braucht.“ Auch für Sonnenschutz muss gesorgt werden, wie eine Kopfbedeckung und ausreichend Sonnencreme.

Und je heißer es ist, desto belastender ist das Training. „Zu jedem Trainingsplan gehören daher ausreichend viele Pausen.“ Sich richtig auszupowern bringe überhaupt nichts. „Gerade bei Mannschaftssportarten ist das problematisch und es ist oft ein gewisser Druck da, weiter zu machen“, warnt der Sprockhöveler. „Doch es bringt nichts, bei 35 Grad Celsius an die Belastungsgrenze zu gehen.“

Und wenn dann endlich alle Kilometer hinter einem liegen, die letzte Trainingseinheit erfolgreich absolviert ist, sollte eine leichte Mahlzeit zu sich genommen werden. „Ein paar Kohlenhydrate, etwas Obst – hier darf ebenso nicht vergessen werden, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.“

Und auch, wenn die kalte Dusche lockt: „Das ist nur im ersten Moment schön und erfrischend“, sagt Kiwitt. „Der Körper wird nach einer kalten Dusche wieder Wärme produzieren.“

Besser sei es, sich lauwarm abzuduschen. Den wichtigsten Hinweis gibt Thorge Kiwitt zum Schluss: „Allgemeine Ratschläge für das richtige Training bei solchen Temperaturen kann es eigentlich gar nicht geben, jeder muss es ganz individuell für sich austesten.“

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