Voerde ist 40 Minuten lang völlig von der Rolle

Freuen sich über den Derby-Sieg: der CVJM Gevelsberg und Benjamin Leciejewski
Freuen sich über den Derby-Sieg: der CVJM Gevelsberg und Benjamin Leciejewski
Foto: WP

Ennepe-Ruhr..  In der Handball-Kreisliga hat die TG Voerde den Anschluss zur Spitze verspielt. Derweil sorgten HC Ennepetal und HSG III sowie HSG II und CVJM für spannende Derbys. Gevelsberg-Silschede geht dabei als doppelter Derby-Verlierer hervor.

Von der ersten Minute an agierten die Voerder lethargisch. Mit simplen Angriffen erzielte der Gast Tor um Tor, sei es über den Kreis, über den Rückraum oder die Außenbahnen. Durch nahezu körperloses Abwehrverhalten wurde es dem Gast einfach gemacht. Im Angriff lief auch reichlich wenig zusammen. Dazu gab es technische Fehler im Minutentakt und unvorbereitet Torschlüsse. Nach der Pause wurde es nicht besser. Erst in den letzten zehn Minuten versuchte Voerde über den Kampf ins Spiel zu finden. Im Angriff wurden nun Torchancen erspielt und auch genutzt. Dennoch wurden einige Tempogegenstöße leichtfertig vergeben. Hinzu kamen unnötige Zeitstrafen. Obwohl die Luft merklich ausging, schafften es die Gäste, durch mannschaftliche Geschlossenheit den Sieg nach Hause zu bringen. „Solche katastrophalen 40 Minuten speziell in der Abwehr habe ich bei uns noch nie erlebt“, ärgerte sich TGV-Trainer Philipp Kersthold.


Der CVJM gewann auch das vierte Duell in dieser Saison gegen Zweit- und Drittvertretungen der HSG. „Wir können uns quasi als Stadtmeister bezeichnen“, scherzte CVJM-Geschäftsführer Jürgen Sproedt. Die beiden Gevelsberger Mannschaften zeigten lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe. Die HSG-Truppe von Trainer Christian Emmel versuchte es mit einer offenen Manndeckung und störte so den Spielrhythmus des CVJM. Nach schnellen 0:3-Rückstand fanden sie besser in die Partie. Bis weit in die zweite Hälfte hinein verlief die Partie ausgeglichen, kein Team erspielte sich einen Vorteil. Beim 21:21 nachm CVJM-Coach Michael Truß seine Auszeit. Bis zum 26:26 blieb es spannend, dann legte der CVJM eine Serie hin. Die HSG-Akteure vergaben zu viele Möglichkeiten und ließen in der Deckung einige entscheidende Prozentpunkte nach. Der CVJM nutzte die sich bietenden Räume. Im Tor zeigte Thomas Römer in der Schlussphase eine starke Leistung, so dass ein 8:1-Lauf zum Endstand heraussprang. „In der Schlussphase haben wir das sehr gut gemacht“, lobte Sproedt seine Mannschaft. HSG-Coach Emmel haderte mit der Chancenverwertung: „Wir haben zu viel liegengelassen. Am Ende hat der CVJM das clever gemacht.“


Im mittelmäßigen Lokalderby setzten sich die Ennepetaler verdient durch. Beide Teams traten stark ersatzgeschwächt an. Die Gäste verschliefen die Anfangsphase, schnell stand es 6:1 für Ennepetal. Die verpassten es jedoch, das Polster auszubauen oder auch nur zu verteidigen, so dass die HSG noch im ersten Durchgang phasenweise in Führung ging und zur Pause in Schlagdistanz lag. Bei den Gastgebern lief es im Angriff nicht rund, allerdings hatten sie in Richard Blanke und Philipp Vogel zwei torgefährliche Spieler, die immer wieder über Einzelaktionen Akzente setzten und zum Torerfolg kamen. Die Gevelsberger erwischten auch im zweiten Durchgang den schlechteren Start und konnten sich von diesem Handicap letztlich nicht mehr erholen. Dabei gab der HCE einen Vorsprung von sechs Toren fast noch aus der Hand, erzielte durch Kai Wienands zehn Sekunden vor dem Abpfiff den entscheidenden Treffer zum Endstand. „Das war kein herausragendes Spiel, am Ende sind die Punkte wichtig“, so HCE-Coach Fabian Vogel. Christian Thaler (HSG) gratulierte dem Gegner zum Erfolg: „Aufgrund unserer Schwächephasen zu Beginn der beiden Halbzeiten ist der Sieg verdient.“

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