Noch elf Möglichkeiten für den Erhalt der Liga

HSG-Trainer Hans-Peter Müller hofft auf weniger technische Fehler.
HSG-Trainer Hans-Peter Müller hofft auf weniger technische Fehler.
Foto: Michael Scheuermann

Gevelsberg..  Höchste Eisenbahn beim Handball-Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede in Sachen Liga-Erhalt. Fast, denn noch sind elf Begegnungen auszutragen. Noch elf Möglichkeiten, das Ziel zu schaffen. Kein Wunder, dass alle Beteiligten die Werbetrommel rühren, um möglichst viel Unterstützung von den Rängen am Samstag zu bekommen, wenn ab 19.15 Uhr der Tabellenvierte TuS Spenge in der Halle West gastiert.

Am vergangenen Spieltag gegen einen der ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, HSG Augustdorf-Hövelhof, war die Halle West bereits gut besucht, die Stimmung ausgesprochen gut. Doch Mitte der zweiten Spielhälfte ging es mit der Leistung der Gevelsberger bergab – und damit auch die Stimmung. Vor allem technische Fehler machten den Gastgebern schließlich den Gar aus.

Kein unmittelbarer Kontrahent

Keine Frage, dass dies gegen Spenge anders werden soll. Immerhin ist dann der Druck nicht ganz so groß. Augustdorf war ein unmittelbarer Kontrahent, die favorisierten Gäste als eine der führenden Mannschaften in der Liga sorgen eher dafür, nicht ganz so angespannt auflaufen zu müssen.

Vor allem für die jungen Spieler (HSG-Trainer Hans-Peter Müller: „Wir haben die jüngste Mannschaft in der Oberliga.“) ist es wichtig, nicht zu sehr unter Stress zu geraten. „Dann passieren die meisten leichten Fehler“, weiß Müller. Er hofft und baut darauf, dass die einmalige Gevelsberger Kulisse den Akteuren hilft, wieder in die Spur zu kommen. „Die Unterstützung gegen Augustdorf war fantastisch“, so Hans-Peter Müller. „Wir hoffen auch gegen Spenge darauf.“

Die Handballer aus der Nähe von Herford kommen als Favorit nach Gevelsberg. Etliche Spieler haben bereits höherklassig gespielt, der Rückraum hat eine Qualität, die durchaus ihres gleichen in der Oberliga sucht. Alleine Redeker, Harbert, Bracksiek oder Hanneforth sind jeweils Spieler, die eine Begegnung alleine entscheiden können. Sie sorgen auch für eine große Stabilität in der Deckung. Dazu genießen die beiden Keeper Tobias Linke und Bastian Räbner größten Respekt im Gevelsberger Lager.

Eine Kombination, die für gefährliche Tempogegenstöße steht. Im Hinspiel bekam Gevelsberg dies beim damaligen Spitzenreiter schmerzhaft mit der 20:27-Niederlasge zu spüren.

Gevelsberg selbst hofft, wieder mehr Stabilität zwischen den Pfosten zu bekommen. Patrick Huhn hat die Magen-Darm-Geschichte überwunden, er ist auf bestem Wege, wieder richtig fit zu werden. Till Pasch hatte gegen Augustdorf gut gespielt, konnte aber nicht ganz die Lücke schließen, die letztlich der angeschlagene Huhn hinterlassen hatte. Ob Kevin Kliche spielen kann, ist fraglich. Es ist immer noch sein Fuß, der zu schaffen macht. Training ist nicht möglich. Das wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern. Ob er im Wechsel mit Rafael Dudzcak – einer defensiv, einer offensiv – spielen wird, ist noch offen. Die Partie gegen Augustdorf konnte nicht zeigen, ob dies funktioniert, da Kliche bereits nach sechs Minuten mit „Rot“ vom Parkett musste.

„Spenge ist Favorit, aber wir wollen und werden alles geben, um bei uns Punkte zu gewinnen“, so Hans-Peter Müller. „Wir werden hoffnungsfroh weiter kämpfen.“

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