Mikutis wird zum Derby-Helden

Schwelm/Hagen..  Mit dem 102:72 (50:33)-Derby-Sieg beim SV Hagen-Haspe konnten die Basketballer von EN-Baskets Schwelm ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen eindrucksvoll bestätigen. Dabei verzichtete Schwelms Trainer Falk Möller neben dem gesperrten Gael Hulsen auch auf Julian Jasinski. Der 20-Jährige durfte durch sein Zweitspielrecht beim Bundesligisten Phoenix Hagen in der BBL am Spiel gegen FC Bayern teilnehmen. Das gönnte der Coach seinem Akteur, und hatte ihn dafür in Haspe geschont. Auch Kapitän Kristofer Speier, der sich trotz seiner Krankheit ein Trikot überzog, durfte sich die meiste Zeit der Begegnung ausruhen.

Dafür gaben Speiers Teamkollegen umso mehr Gas und sorgten bei ihren zahlreichen Fans, von denen sie begleitet worden waren, für zufriedene Gesichter. „Das war wirklich eine Klasse, wie sie für Stimmung gesorgt haben“, lobte Möller die über 100 mitgereisten Schwelmer Anhänger. Das Event zu Wochenbeginn, bei dem das Team mit den Fans trainiert hatte, schien auf beiden Seiten für Motivation gesorgt haben. Denn mit einer geschlossenen Verteidigung zeigte die Mannschaft um Matthias Perl, dass sie in Haspe keinen Arbeitssieg im Schongang einfahren wollten.

Auch wenn Möller natürlich und berechtigt das Kollektiv lobte, schließlich hatten neben Andrius Mikutis auch Perl (15), Leslie Boyce (11), Sebastian Schröter und Lukas Erdhütter (je 10) zweistellig getroffen - ragte Mikutis doch heraus. Der Litauer erzielte 31 Punkte, kam auf zwölf Rebounds und war auch aus der Weitwurfzone erfolgreich. Sechs der sieben Dreier der Schwelmer gingen auf das Konto des 28-Jährigen.

Auch nach der 50:33-Führung zur Halbzeit blieben die Blau-Gelben weiter konzentriert und zogen ihr Tempo konstant durch. „Wir waren das ganze Spiel über dominant. Ohne den Hagenern zu Nah treten zu wollen, ich hatte zur keiner Zeit das Gefühl, dass wir hier unter Druck geraten könnten“, erkannte Möller bei seinem neu zusammengestellten Kader den nächsten Schritt in der Entwicklung.

Auch wenn Haspes Topleute wie Salathiel Ligons (19 Punkte) und Ivan Tilev (17)zu ihren Punkten kamen, hatten die Gäste jederzeit die Kontrolle über das Spiel. „Wie weit die Entwicklung ist, werden wir sicherlich nächste Woche gegen Düsseldorf sehen“, sagte Möller, der seine Spieler mit den Fans feiern ließ, selber seinen Blick aber schon auf die nächste Partie richtete, bei der Fans und Team vor der nächsten Prüfung stehen. Gemeinsam will der Coach auch diese Hürde nehmen. Doch vorher sollte sein Team den Derbysieg genießen.

 
 

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