Max Claus soll es auch einmal rechts versuchen

Sprockhövel..  Fünf Spiele vor dem Saisonende ist die TSG Sprockhövel fast schon auf der sicheren Seite. Der ganz große Druck ist im Abstiegskampf wohl weg, und für viele Spieler und den scheidenden Trainer beginnt jetzt schon so etwas wie eine Abschiedstour.

Doch ganz so sieht es TSG-Trainer Robert Wasilewski vor dem morgigen Heimspiel gegen Westfalia Rhynern nicht. Der 44-Jährige möchte absolute Sicherheit haben. „Ein paar Punkte werden wir noch brauchen“, sagt er dann. „Wir müssen jetzt so schnell wie möglich alles klarmachen, und dann möchte ich den Zuschauern noch ein paar schöne Spiele schenken. Und auch einigen Spielern, die seit gefühlten 100 Jahren für die TSG gespielt haben. Andrius Balaika hört auf, und Patrick Knieps, Phillipp Schulz und Christian Kalina wechseln zum SC Obersprockhövel.“

In der Hinrunde wurde in Rhynern nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit zwar mit 1:3 verloren, doch das interessiert Robert Wasilewski inzwischen nicht mehr. „Wir haben jetzt eine ganz andere Situation“, sagt er. „Wir hatten in der Saison auch großes Verletzungspech, wir mussten zwischenzeitlich ohne Stürmer spielen. Das war alles nicht so einfach.“ Inzwischen gibt es wieder Stürmer – und mit Max Claus einen ganz hervorragenden. Claus erzielte am vergangenen Wochenende bereits sein viertes Tor, obwohl er erst im Winter gekommen ist und dann auch die ersten Rückrundenspiele verpasste. Seine vier Treffer erzielte Claus übrigens mit seinem schwächeren, mit seinem linken Fuß. „Ich habe ihm jetzt auch gesagt, dass er es einmal mit rechts versuchen soll“, sagt Robert Wasilewski mit einem Augenzwinkern. Denn an den Leistungen seines Torjägers hat er im Grunde überhaupt nichts auszusetzen. „Spieler wie Max sind ganz wichtig für eine Mannschaft, Max ist ein Kämpfer, und er sucht förmlich den Ball“, so der Trainer.

Die Oberliga-Mannschaft spielt um 15 Uhr, aber das Fußball-Programm im Baumhof startet schon um 11 Uhr. Und zwar mit einem absoluten Knaller. Denn dann will die A-Jugend gegen Rot-Weiß Ahlen weiter an der Verwirklichung eines kleinen Fußball-Wunders arbeiten – dem Bundesliga-Aufstieg, von dem vor ein paar Wochen allenfalls geträumt wurde.

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