Langgezogenes, spannendes Finish erfährt den Höhepunkt

Im Duell gegen VfB Schwelm bejubelte Voerde den 2:1-Sieg, im Rückspiel gab es ein 0:0. Und Dienstaabend?
Im Duell gegen VfB Schwelm bejubelte Voerde den 2:1-Sieg, im Rückspiel gab es ein 0:0. Und Dienstaabend?
Foto: Archiv / Balci

Ennepe-Ruhr..  Das lang gezogene Saison-Finish in der Fußball-Kreisliga A, Gruppe 2, hatte es bereits in sich. Jetzt wird in Sachen Spannung noch einer drauf gesetzt. Am Dienstag (20 Uhr) steigt das Endspiel um die Meisterschaft in dieser Gruppe. BW Voerde und VfB Schwelm treffen in Wetter auf dem Platz am Harkortberg aufeinander. Der Sieger ist Meister und trifft an den folgenden Samstagen im Hin- und Rückspiel in der Bezirksliga-Relegation auf den SSV Hagen, Meister der Gruppe 1.

Die Saison der Gruppe 2 war zuletzt vom Fernduell beider Mannschaften geprägt. leichte Vorteile für Voerde gab es Mitte April, las sich Schwelm einen völlig überraschenden 1:2-Ausrutscher gegen den Hiddinghauser FV leistete. Doch Voerde blieb nicht souverän genug, musste allerdings auch vielen Verletzungen Tribut zollen. Unentschieden gegen Sprockhövel II, Obersprockhövel II und Ennepetal II sorgten schließlich dafür, dass beide Mannschaften am Ende der Meisterschaft gleichauf sind.

Das Torverhältnis spricht für Voerde mit dem 109:25. Doch dies zählt in dieser Liga nicht. Schwelm kommt auf 94:24 Treffern – immerhin zeigt sich die Abwehr um einen Treffer besser als die der Ennepetaler. Schwelm erwies sich auch als das bessere Team der Rückrunde. 38 Punkte stehen in den letzten 15 Begegnungen auf er Habenseite. Voerde kommt auf 36 Zähler, hatte dafür in der Hinrunde mit 39 Zählern (Schwelm: 36 Pkt) die Nase vorn.

Abscheid von Trainer Lars Möske

Auch mit dem letzten Saisonspiel fühlen sich beide Trainer – Lars Möske (BW Voerde) und Bastian Zarnekow (VfB Schwelm) – mit der Mannschaft bestens gerüstet. Fürs „Endspiel“ hat sich Schwelm mit dem 5:0-Sieg gegen Absteiger Esborn warm geschossen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt wollen wir es am Dienstag wissen, auch wenn wir auf Marcel Hellmeister verzichten müssen. Dafür spiel dann eben ich. Ich bin heiß, die Jungs sind heiß – wir wollen unbedingt gewinnen“, so Bastian Zarnekow, der allerdings auch größten Respekt vor Voerde hat.

Ähnlich lautet es vom Tanneneck, wo Lars Möske sich mit dem Titel und dem möglichst folgenden Bezirksliga-Aufstieg verabschieden möchte. Für Zuversicht sorgt, dass Voerde unbesiegt in dieses entscheidende Spiel gehen wird. „Ich denke, wir und die Schwelmer werden uns lange abtasten, auf einen Fehler des anderen warten und uns sicherlich nichts schenken. Das gibt ein spannendes Endspiel, glaube ich“, so Möske, der übrigens seit dem 22. März auf Markus Hornschuh verzichten muss. Im 0:0 gegen den VfB Schwelm erlitt der BWV-Kapitän einen Kreuzbandriss und spielt seitdem nicht.

Voerde geht unbesiegt ins „Endspiel“, musste die acht Remis gegen SCO II (zweimal), Haßlinghausen, Volmarstein (zweimal), Sprockhövel II, Schwelm und Ennepetal II hinnehmen. Schwelm verlor gegen Voerde (1:2 Ende August) und gegen Hiddinghausen (Mitte April) und teilte die Punkte gegen Linderhausen, SCO II (zweimal), Rüggeberg und Voerde.

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