Kraftaufwand für Satzgewinn ist zu hoch

Schwelm..  Auch gegen die befreundeten Gäste von Bayer Wuppertal konnten die abstiegsgefährdeten Volleyballer von Rote Erde Schwelm nach einem zum Teil hart umkämpftem Spiel nichts Zählbares mit in die Kreisstadt bringen und mussten sich am Ende mit 1:3(27:25, 21:25, 20:25, 27:29) geschlagen geben. „Dabei wäre heute einiges drin gewesen“, zeigte sich RE-Trainer Timo Hager nach dem Spiel mit dem Ergebnis unzufrieden.

Mit seinem Team dagegen war er über zufrieden. Daher suchte der Coach auch nicht nach Ausflüchten. Völlig unerwähnt ließ er, dass er auf seinen erkrankten Mittelblocker Sebastian Pohl und Zuspieler Stefan Riedel die Alternativen fehlten. Dafür konnte Hager den reaktivierten Sebastian Gri aufbieten. Gri hatte seit Monaten kein Spiel mehr bestritten, stellte sich seinem Team aber in der schwierigen Phase trotzdem zur Verfügung.

Alternativen fehlen

Wieder einmal starteten die Hausherren solide in die Begegnung. Den 27:25-Sieg im ersten Satz hätten Florian Deitermann und seine Nebenspieler allerdings wesentlich einfacher für sich entscheiden können. „Da hätten wir viel Kraft sparen können“, resümierte Julian Gerlach das Spiel seiner Mannschaft nach der Partie. Tatsächlich brachten sich die Kreisstädter um den Lohn für ihren guten Start.

Im zweiten und dritten Satz sollte sich das bemerkbar zu machen. Gut mithaltend fehlten immer wieder Kleinigkeiten, um dem Spiel die Wende zu Schwelmer Gunsten zu geben. Dem sonst guten Nils Holzbrink beispielsweise hätte eine Pause zwischendurch gut getan, denn ausgeruht und mit frischen Kräften hätte der Zuspieler sicherlich noch zu einem entscheidenden Faktor werden können.
Dramatisch wurde es am Ende des über zwei Stunden andauernden Duells. Die Schwelmer schienen sich auf den Ex-Bundesligisten gut eingestellt zu haben und steuerten nach einer 5:0-Führung dem Satzsieg entgegen. Beim 24:23 hatten sie dann die Chance, wenigstens einen Punkt zu entführen. Doch die routinierten Zoostädter blieben eiskalt und drehten das Spiel.

Die fehlende Cleverness, den Satz für sich zu entscheiden, hatte zur, Folge dass die Wuppertaler den letzten Satz mit 29:27 für sich entschieden.

Trotz der Niederlage blicken die RE-Volleyballer auf eine ansprechende Leistung zurück, die Mut für die kommenden Wochen machen kann. Das Wissen, mit einer Mannschaft wie Wuppertal lange aus Augenhöhe agiert zu haben, sollte für das notwendige Selbstvertrauen sorgen.

 
 

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