In Leipzig will Lukas Klostermann erfolgreiche Laufbahn fortführen

Zweimal in der Start-Elf der U19-Nationalmannschaft: Lukas Klostermann (hier gegen denn Holländer Issa Kallon).
Zweimal in der Start-Elf der U19-Nationalmannschaft: Lukas Klostermann (hier gegen denn Holländer Issa Kallon).
Foto: Bongarts/Getty Images

Gevelsberg/Leipzig.  Einige Tage hat er zu Hause verbracht. Jetzt geht es wieder in seine neue Heimat. Lukas Klostermann wird in den nächsten Tagen das Leben und den Fußball in Leipzig näher kennenlernen. Beim dortigen Fußball-Zweitligisten RasenBallsport zählt er zum Kader, beim dortigen U19-Bundesligisten wird wahrscheinlich die ersten Spiele bestreiten.

Dass er so kurz nach seinem Wechsel Ende August vom VfL Bochum zu RB Leipzig wieder bei Eltern und Geschwister vorbei schaut, hängt mit dem Lehrgang der U19-Nationalmannschaft zusammen. Bundestrainer Marcus Sorg hatte den neuen Kader der Spieler aus dem 1996er Jahrgang nach Düsseldorf und Duisburg gerufen. Testspiele gegen die Niederlande und England standen auf dem Programm, ehe diese Phase am gestrigen Dienstag endete.

Das waren übrigens letzte Tests, ehe vom 5. bis 15. Oktober in Lettland in erster Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft gegen Lettland, Österreich und Kasachstan gespielt wird.

Wunde mit 15 Stichen genäht

Der Einsatz und seine Einsatzzeiten zeigen, dass Lukas Klostermann weiterhin auf gutem Wege ist, im Fußball eine erfolgsversprechende Laufbahn fortzuführen. Beim 3:2-Sieg gegen die Niederlande vor 2.839 Zuschauern im Sportpark Höhenberg Köln wurde der Verteidiger mit hohem Sprint-Potenzial nach 74 Minuten ausgewechselt. Dass er vier Tage später gegen England beim 1:1 vor 3.150 Zuschauern im Niederrheinstadion Oberhausen zur Pause ausgewechselt wurde, hatte den Grund in einer Gesichtsverletzung.

Diese hatte er sich in einem Zweikampf in der Luft gegen einen englischen Gegenspieler zugezogen. Nach etwa 30 Minuten gingen beide Akteure zu einem Kopfballduell hoch. Pech für Klostermann, dass der englische Ellenbogen in seinem Gesicht landete. „Eine Platzwunde, die mit 15 Stichen genäht werden musste, eine dicke Lippe sowie zwei wackelige Schneidezähne“ so Vater Andree Kostermann, habe Lukas davon getragen. Wenn er jetzt in Leipzig ankommt, wird er zunächst die medizinische Abteilung aufsuchen.

Mit dem Wechsel zu RB Leipzig scheinen sich erfolgsversprechende Perspektiven aufzutun. Zum einen gibt es einen Vertrauensvorschuss durch den Verein in der sächsischen Metropole, da ein Vierjahresvertrag unterzeichnet wurde. Überdies passt Lukas Klostermann in die Philosophie des Vereins, schnelle und technisch versierte Spieler auszubilden und zu fördern. Eine Philosophie, die sich von der Jugend bis in die 2. Bundesliga zieht. Eine Philosophie, für die in erster Linie Ralf Rangnick steht.

Samstag vielleicht erster Einsatz

Wie tatsächlich seine nächsten Einsätze sein werden, bleibt abzuwarten. Das hängt auch von seiner weiteren Genesung ab. Jedenfalls empfängt der Zweitligist in seiner Arena am kommenden Samstag Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig. Die A-Junioren der Bundesliga Nord-Nordost spielen am selben Tag ab 10.30 Uhr gegen den Hamburger SV auf dem Platz im Trainingszentrum der Sachsen.

Zunächst stehen alltägliche Angelegenheiten auf der Tagesordnung. Denn noch wohnt Lukas Klostermann in einem Hotel. Die Suche nach einer festen Bleibe ist nun angesagt. Vereinsverantwortliche helfen tatkräftig bei der Suche. Kurz: Das „Ankommen“ ist angesagt. Wie es beruflich neben dem Fußball weitergeht, dazu hat Klostermann (noch) keine konkreten Pläne. Ein Studium ab dem kommenden Sommersemester ist angedacht. Ob in Leipzig oder an einer Fern-Universität oder was völlig anderes, das ist noch offen.

Jedenfalls fühlt sich Lukas Klostermann gut gerüstet für seine neue Aufgaben. Und ein Blick zurück nach Bochum? Kein Kommentar. Vielleicht vorerst.

 
 

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