FSV Gevelsberg benötigt lange Anlaufphase

Erdinc Özcan-Schulz

Gevelsberg.  Die Fußballer des FSV Gevelsberg schienen die Niederlage beim Spitzenreiter SSV Hagen in der Pause gut verdaut zu haben. Mit 4:1(1:0)gewann das Team von Interimstrainer Wolfgang Hamann gegen den Tabellenletzten am Ende auch in der Höhe verdient und kletterte wieder auf den siebten Rang der Bezirksliga.

Allerdings war der Übungsleiter gerade mit der ersten Halbzeit seines Teams nicht zufrieden. Diese hatte von der angekündigten aggressiven Deckungsweise nichts gezeigt. Lediglich die Kombination, die im Mittelfeld gut gestartet wurde und über Rasim Zhushi von Mergim Bozhdaraj kurz vor der Pause gut zum 1:0 (42.) vollendet wurde, war anschaulich. Doch das war Hamann offensichtlich zu wenig. Schon auf dem Weg in die Kabine sah man dem Trainer seine Laune an. Mit gleich zwei Einwechslungen untermauerte er seine Überzeugung, von seiner Mannschaft nicht das gesehen zu haben, was er sich gewünscht hatte. So schickte er neben Carsten Feldmann (für Christian Menger) mit Florian Triestram (für Aljosa Kolundzic) einen Akteur aus der zweiten Mannschaft auf das Feld.

Wechsel bringen frischen Wind

Diese brachten auch sofort frischen Wind in die Partie. Schon in der zweiten Spielminute nach dem Wiederanpfiff suchte das Team mit dem 2:0 (47.) durch Zhushi die Versöhnung mit ihrem Trainer. „Das war nicht nötig. Ich weiß ja was die Jungs können. Im zweiten Durchgang haben wir ja auch gut gespielt“, zeigte sich der Coach als nicht nachtragend und zufrieden mit der Einstellung nach der Pause. Dabei nutzte Triestram seine Chance und überzeugte als klassischer Zehner. Als Bozhdaraj unmittelbar nach der Roten Karte gegen einen Hagener das 3:0 (58.) erzielte, wäre die Partie gelaufen gewesen, hätten die Hausherren nicht im Kollektiv geschlafen und schon im Gegenangriff das 3:1(59.) kassiert. Erst Zhushi sorgte mit seinem Treffer zum 4:1 (80.) für die endgültige Entscheidung und das Endergebnis.

Allerdings verpasste es der FSV mit zahlreichen vergebenen Chancen, etwas für seine Tordifferenz zu tun. „Wir hätten durchaus noch drei, vier Tore erzielen müssen“, sagte Hamann. Unzufrieden war er allerdings nicht mehr.

Mit dem Erfolg über das Schlusslicht der Fußball-Bezirksliga ist der FSV um einen Platz in der Tabelle geklettert und hat nun deutlich mehr Luft zwischen sich und die Abstiegsplätze gebracht, bei drei Punkten Rückstand auf den Tabellenvierten kann sogar vom Anschluss an das obere Tabellendrittel geredet werden. Kommenden Sonntag steht das Duell gegen den Tabellennachbarn Bommern an.