Erfolgreicher Aufholjagd folgt Krampf statt Sicherheit im Schwelmer Spiel

Sören Fritze gab ein gutes Heimdebüt - wenngleich die EN Baskets Schwelm verloren.
Sören Fritze gab ein gutes Heimdebüt - wenngleich die EN Baskets Schwelm verloren.
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm.  Eine Niederlage gegen den Ligadritten ist üblicherweise für ein Team aus den unteren Tabellenregionen kein Beinbruch. Wenn aber dringend Punkte her müssen, um das Saisonziel Playoff-Teilnahme in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Nord, zu erreichen, ist es zumindest ärgerlich, ein lange auf Augenhöhe geführtes Spiel ohne Zähler zu beenden. Das passierte den EN Baskets Schwelm am Sonntag beim 64:72 gegen die Herzöge Wolfenbüttel.

Gute Aktionen und starker Einsatz wechselten ab mit Unsicherheiten, falschen Entscheidungen und schlechten Abschlüssen. Hinzu kam eine Vielzahl an Ballverlusten. 22 Turnovers weist die Statistik aus. „Viel zu viel, um gegen eine Mannschaft wie die Herzöge bestehen zu können“, urteilte Baskets-Coach „Pure“ Radomirovic.

Mit zwei Akteuren aus dem Kader des BBL-Teams Löwen Braunschweig unter den nur acht aufgebotenen Spielern waren die Gäste in der Halle West angetreten: Sid-Marlon Theis und Adrian Didovic. Während der nicht zur Startformation zählende, aber dann überragend spielende Theis zum Topscorer avancierte und in 23:30 Minuten Einsatzzeit 18 Punkte holte, fiel Didovic nicht weiter auf.

Zweimal gelang es den Schwelmern im Spielverlauf einen Rückstand aufzuholen und kurzzeitig in Führung zu gehen. So beim 27:25 (16.) und 46:44 (28.). Für Nervosität beim Gegner sorgten sie damit nicht. Die machte sich eher in den Köpfen der Baskets breit, die viel zu verkrampft agierten und ihre Führung jeweils schnell wieder einbüßten.

Eine gute Leistung zeigten an diesem Abend weniger beide Teams, aber die Schiedsrichter, die eine klare Linie verfolgten. Schrittfehler, Verletzung der Drei-Sekunden-Regel für den Aufenthalt in der Zone unterm Korb und der Fünf-Sekunden-Regel beim Einwurf ahndeten sie in der fair geführten Partie konsequent.

Gelungene Heimpremieren vonIvan Krolo und Sören Fritze

Ihre Heimpremiere feierten die Baskets-Neulinge Sören Fritze und Ivan Krolo. Beide zeigten dabei recht gute Leistungen. Der 2,17 Meter große Kroate gehörte zur Starting Five und stand insgesamt gut 28 Minuten auf der Platte. Er lieferte sich unter dem Korb rassige Duelle mit Wolfenbüttels 2,03-Meter-Center Marcel Schwarz. Dabei holte der Neu-Schwelmer mit neun Rebounds mehr als sein Gegenspieler und war mit 15 Punkten bester Scorer der Gastgeber. Der Ex-Hagener Fritze erinnerte mit Dynamik und Einsatzwillen an das Schwelmer Urgestein Achim Beiersmann, kam knapp 20 Minuten zum Einsatz. Erzielte zwei Punkte, leistete zwei Assists und holte drei Rebounds. Ihm unterliefen aber auch zwei Turnovers.

Letztes Spiel in der Halle West am 6. Februar gegen Artland Dragons

Enttäuschend war vor allem die Kulisse. Gerade einmal 400 Zuschauer verfolgten das Spiel ohne das Feuer der „Hölle“ West zu entfachen. Mit mehr Unterstützung von den Rängen wäre vielleicht die Blockade im Kopf der Baskets-Spieler gelöst worden.

Übrigens werden die Schwelmer ihren Umzug in die neue Sporthalle erst später als geplant vollziehen können. Nicht die Partie gegen die Artland Dragons am 6. Februar, sondern erst die Begegnung mit RSVE Stahnsdorf am 20. Februar wird die Premiere der EN Baskets bedeuten. Mithin stehen jetzt noch zwei Spiele in der alten Halle an – gegen die Iserlohn Kangaroos und die Artland Dragons.

 
 

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