Dogan schießt VfB im Derby zum Sieg

Ulrich Mittag
Foto : Michael Scheuermann
Foto : Michael Scheuermann
Foto: Michael Scheuermann

Ennepe-Ruhr.  Der SCO klettert nach Ennepetals Niederlage und dem Remis von Bochum-Linden in Esborn auf Rang zwei.

TuS Ennepetal II – VfB Schwelm 1:2 (1:0). Wieder hat der VfB Schwelm in der zweiten Halbzeit zugeschlagen. Nachdem den Kreisstädtern vor der Pause zwar einige ansehnliche Kombinationen gelungen waren, sie aber damit praktisch keine Torgefahr herauf beschworen hatten, setzten sie sich nach dem Wechsel mit einem starken Willen, Kampf und Einsatzbereitschaft durch. Allerdings machten es ihnen die Gastgeber auch leicht, da sie – völlig unverständlich – das Fußballspielen eingestellt hatten.

TuS-Trainer Frank Frielingsdorf hatte überhaupt keine Lust, sich zur Vorstellung seiner Mannschaft zu äußern. „Ich hatte eine Reaktion erwartet, die ist ausgeblieben“, sagte er dann aber doch und: „Wir haben Schwelm ins Spiel gebracht.“ Sein Schwelmer Pendant, Marc Dülm, war natürlich „happy“ und stellte fest: „In der zweiten Halbzeit waren wir besser und haben uns diesen ganz wichtigen Dreier auch verdient.“

Lange hatte sich vor beiden Toren wenig bis nichts ereignet. Ennepetal war durch ein frühes Freistoßtor von Dennis Niggeloh in Führung gegangen. Er schlenzte den Ball aus 22 Metern über die Mauer unerreichbar für VfB-Keeper Paul Gerlach in den Torwinkel.

Danach spielte sich das Geschehen fast ausschließlich im Mittelfeld ab. Beide Abwehrreihen standen sicher. Beim VfB hatte erwartungsgemäß Michael Olimski die Chefrolle wieder übernommen. Für ihn war Fatih Kurt im Angriff aufgeboten worden, doch der wusste nicht zu überzeugen, war bei Mark Dudde und Frank Litschel-Ranpelt weitgehend abgemeldet. Dülm ersetze Kurt nach der Halbzeit durch Serdal Dogan. Eine Maßnahme, die sich noch auszahlen sollte.

Aus der Pause kamen die Schwelmer frischer, aggressiver und mit dem größeren Willen. Zehn Minuten nach Wiederbeginn dann die große Chance zum Ausgleich, doch Schiedsrichter Persch pfiff ihnen den Vorteil ab, auch wenn Alex Rose beim anschließenden Freistoß von Tobias Felgner sein ganzes Können aufbieten musste. Wenig später dann Glück für die Gäste, als der Schiri nach einem Ballverlust von André Waßmann Fabian Voshage fälschlicherweise im Abseits gesehen hatte.

Eine gute Viertelstunde vor Schluss dann sprach er dem VfB einen Freistoß zu, und den nutzte Felgner aus 20 Metern zum Ausgleich. Es war eine 1:1-Kopie des Niggeloh-Freistoßes aus der 5. Minute. Rose war genauso machtlos wie es sein Gegenüber gewesen war. Doch die Schwelmer setzten noch einen drauf. Nachdem Olimski mit einem Kopfball das Tor verfehlt hatte, gelang ihnen ein Klasse-Konter, den Sercan Er aufs Tor brachte und der eingewechselte Dogan vollendete, nachdem Rose das Leder nur hatte abklatschen können. Der TuS-Torwart erlebte die letzten Minuten nicht mehr auf dem Platz mit. Nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums erkannte der Unparteiischen auf „Notbremse“ und zog den roten Karton.

SC Obersprockhövel – Geisecker SV 5:4 (2:3). Nach einer spielfreien Woche hat der SC Obersprockhövel in der Bezirksliga zu Hause gegen den Geisecker SV in einem spannenden Match mit 5:4 gewonnen. Spannend war die Partie vor allem für die Zuschauer auf Grund der vielen Tore. Der SCO knüpfte von der Mannschaftsleistung her an das Spiel gegen den VfB Westhofen an. Die Taktik ging auf, die Pässe kamen an. Nur die Torchancen konnten nicht immer verwertet werden, sonst wäre das Ergebnis noch deutlich höher ausgefallen.

Ärgerlich war für Trainer Uli Sieweke dagegen, dass sein Team zunächst immer zurückkommen musste. Nach 20 Sekunden vergab A-Jugend-Spieler Alexander Valdix eine Großchance. Drei Minuten später wurde das bestraft. „Die Gegentore sind ärgerlich, aber die Truppe hat gut gespielt. Es war das beste Spiel, das ich je gesehen habe. Mit so einer Leistung können wir viel erreichen“, freute sich Uli Sieweke.