Der erste Meister nach „leichten“ Futsal-Regeln

Hagen/Ennepe-Ruhr..  Andernorts wird das Thema schon kontrovers diskutiert, spätestens mit dem Fußball-Hallenmasters kommt es auch in Hagen an: Bei den Hallen-Kreismeisterschaften von Freitag bis Sonntag am Ischeland wird – wie vom Verband vorgeschrieben – erstmals nach neuen, dem Futsal angenäherten Regeln gespielt. Bei den Qualifikations-Turnieren war das auf Wunsch der Ausrichter noch nicht der Fall.

„Futsal-light-Regeln“ nennt Kreis-Geschäftsführer Peter Claußnitzer die neuen Vorgaben, die beim Masters erstmals umgesetzt werden. Gespielt wird mit einem sprungreduzierten Ball, der nicht mehr eingerollt, sondern – bei mindestens fünf Metern Abstand des Gegners – eingekickt wird, wenn er eine Seitenlinie überschritten hat. Grätschen von der Seite oder von hinten – außer durch den Torwart – ist nicht erlaubt. Und in der letzten Spielminute wird die Zeit bei jeder Unterbrechung angehalten. Die Futsal-Regel, dass Freistoß, Eckball oder Einkick innerhalb von vier Sekunden erfolgen müssen, wird – so Claußnitzer – dagegen nicht angewandt. Auch um Spieler und Schiedsrichter nicht zu überfordern. „Die Regeln nach und nach einzuführen, ist einfacher“, glaubt der Geschäftsführer.

Wie die neuen Regeln im Kreis Hagen/Ennepe-Ruhr ankommen, soll der Kreisvorstand dem Verband genau melden. „Sie fördern den technisch guten Fußball“, ist der Kreisvorsitzende Peter Alexander überzeugt, „bei den Stadtmeisterschaften in Schwerte waren die meisten begeistert.“ Ein Unterschied zum Futsal: In Hagen wird auf große Tore gespielt. „Mir ist ein 10:9 ja lieber als ein 1:0“, sagt Alexander.

Beim Hallenmasters 2015, bei dem von den höherklassigen Klubs nur die Bezirksligisten FSV Gevelsberg und Schwarz-Weiß Breckerfeld nicht gemeldet haben, erhofft sich der Kreisvorsitzende eine ähnlich gute Zuschauerresonanz wie im Vorjahr. „Es kommen ein Drittel Besucher mehr, wenn die Bundesliga noch nicht spielt“, ist Alexanders Erfahrung aus den letzten Jahren. Und die Eliteklasse startet erst wieder am 30. Januar, Appetit darauf holen können sich die Fans am Ischeland.

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